Bei Valneva richtet sich der Blick heute weniger auf Schlagzeilen – sondern auf das, was bald schwarz auf weiß kommt. Denn ohne neue Ad-hoc-Meldungen wird die nächste Richtung vor allem durch die anstehenden Jahreszahlen und den Fortschritt der späten Pipeline bestimmt. Entscheidend ist dabei: Liefert das Unternehmen beim Cash-Burn und der Kommerzialisierung genug Substanz, um Vertrauen aufzubauen?

Zuletzt pendelte der Kurs um 4,06 Euro und lag damit unter dem gestrigen Schlusskurs von 4,17 Euro. Auffällig: Der RSI (14 Tage) steht bei 18,9, was auf eine deutlich überverkaufte Lage hindeutet – fundamental hängt der kurzfristige Impuls aber klar an den kommenden Terminen.

Die Fakten, auf die es jetzt ankommt

Für Anleger kristallisieren sich drei Themen heraus, die mit den nächsten Updates konkret überprüfbar werden:

  • 19. Februar 2026: Vorläufige Zahlen zu Umsatz und Liquidität für das Gesamtjahr 2025
  • Cash-Burn im Fokus: Der Markt achtet darauf, ob die angekündigte Reduzierung des operativen Mittelabflusses greift
  • IXCHIQ als Kommerzialisierungstest: Fortschritte bei der Marktdurchdringung – auch über endemische Regionen hinaus
  • VLA15 (mit Pfizer): Nächste regulatorische Schritte als Schlüssel für das längerfristige Pipeline-Profil

Jahreszahlen 2025: Umsatz trifft Liquidität

Der kurzfristig wichtigste Katalysator ist die Veröffentlichung der Umsatz- und Cash-Daten für 2025. Dabei geht es nicht nur darum, ob die Erlöse aus Produktverkäufen (Reiseimpfstoffe und IXCHIQ) im Rahmen der Erwartungen liegen. Mindestens genauso relevant ist die Cash-Position.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Valneva?

Der Hintergrund ist klar: Valneva will die finanzielle Reichweite stärken, indem der operative Cash-Burn sinkt. Genau hier wird der Markt am 19. Februar besonders genau hinsehen, weil diese Kennzahl direkt mit der Frage verknüpft ist, wie groß der Druck zu kurzfristigen Kapitalmaßnahmen wird.

IXCHIQ und VLA15: Umsetzung vs. Werttreiber

Auf der operativen Seite bleibt die Kommerzialisierung des Chikungunya-Impfstoffs IXCHIQ ein zentraler Baustein. Neben Reise-Märkten wie den USA und Europa gilt das Augenmerk auch endemischen Regionen – etwa Brasilien. Wichtig sind dabei Hinweise, wie Partnerschaften (genannt wird das Instituto Butantan) umgesetzt werden und ob „Real-World-Daten“ entstehen, die später für staatliche Beschaffungsprogramme relevant sein können.

Der größere, langfristige Hebel bleibt jedoch das Borreliose-Programm VLA15 in Partnerschaft mit Pfizer. Nach Datenpunkten aus 2025 verschiebt sich der Fokus nun auf die regulatorischen nächsten Schritte. Kann sich ein belastbarer Zeitplan in Richtung potenzieller Zulassungseinreichung (BLA/MAA) abzeichnen, würde das laut Ausgangslage das Risikoprofil des Titels spürbar verändern.

Zum nächsten konkreten Stichtag wird es damit vor allem um eines gehen: Am 19. Februar müssen Umsatz- und Liquiditätszahlen zeigen, ob Valneva die operative Disziplin beim Cash-Burn wie angekündigt voranbringt – im März 2026 dürfte dann der vollständige Bericht samt Analystenkonferenz die Details zur Umsetzung bei IXCHIQ und den nächsten Schritten bei VLA15 nachliefern.

Valneva-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Valneva-Analyse vom 05. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Valneva-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Valneva-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Valneva: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...