Valneva Aktie: Volle Kontrolle zurück
Valneva wagt den strategischen Alleingang. Der Impfstoffentwickler hat die Kooperation mit dem Serum Institute of India beendet, um die volle Entscheidungsmacht über sein Chikungunya-Vakzin IXCHIQ zurückzugewinnen. Während Analysten diesen Schritt begrüßen, richtet sich der Blick der Anleger bereits auf den nächsten, weit größeren Katalysator: die entscheidenden Studiendaten für den Borreliose-Impfstoff.
Die Faktenlage:
* Strategie: Rückgewinnung der globalen Rechte an IXCHIQ.
* Pipeline: Phase-3-Daten für Borreliose (VLA15) im 1. Halbjahr 2026 erwartet.
* Performance: Seit Jahresanfang liegt der Kurs 4,10 % im Plus.
* Indikator: Ein RSI von 18,9 deutet auf eine kurzfristig überverkaufte Lage hin.
Alleingang statt Partnerschaft
Das Management räumt auf und setzt auf Eigenständigkeit. Zum Jahreswechsel wurde die Lizenzvereinbarung mit dem Serum Institute of India einvernehmlich aufgelöst. Damit steuert Valneva die Lieferkette und Vermarktungsstrategie für IXCHIQ nun weltweit selbst – auch in den märkte-sensiblen Schwellenländern. Marktbeobachter werten dies als Zeichen von Selbstvertrauen: Die gewonnene operative Flexibilität wird höher gewichtet als die Sicherheit des indischen Großpartners.
Diese Neuordnung kommt am Markt gut an. Auch Analysten ziehen mit: Das Haus Stifel hob kürzlich das Kursziel an, während First Berlin Equity Research bereits im Dezember zum Kauf riet. Die Experten sehen die Valneva-Aktie, die am Montag bei 4,22 Euro aus dem Handel ging, durch die bereinigte Struktur besser aufgestellt.
Die Milliarden-Hoffnung
Doch IXCHIQ ist aktuell nur das Vorspiel. Die eigentliche Fantasie liegt in der Pipeline, konkret beim Impfstoffkandidaten VLA15 gegen Lyme-Borreliose. Hier arbeiten die Franzosen weiterhin eng mit dem US-Pharmariesen Pfizer zusammen. Die Ausgangslage könnte kaum besser sein: Nachdem Konkurrent Moderna sein Projekt gestoppt hat, sind Valneva und Pfizer die weltweit einzigen Anbieter mit einem Kandidaten in der entscheidenden Phase 3.
Das Marktvolumen wird auf über zwei Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Bündelung der Ressourcen auf diesen potenziellen Blockbuster erscheint daher als logische Konsequenz der jüngsten Umstrukturierungen.
Das Warten auf die Daten
Für die weitere Kursentwicklung ist nun vor allem ein Termin relevant: Die Ergebnisse der Phase-3-Studie "VALOR". Valneva plant die Veröffentlichung dieser Daten für das erste Halbjahr 2026. Fallen die Ergebnisse positiv aus, wollen die Partner Pfizer und Valneva noch in diesem Jahr die Zulassungsanträge bei der US-Arzneimittelbehörde FDA und der europäischen EMA einreichen. Bis dahin dürften Investoren jede Aussage des Managements auf der aktuellen J.P. Morgan Healthcare Conference genau auf Hinweise zum Studienverlauf prüfen.
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