Der französische Impfstoffentwickler Valneva steht vor einem richtungsweisenden Jahr. Nach einer kräftigen Rally im Februar korrigiert die Aktie – während Anleger auf den womöglich wichtigsten Datensatz der Unternehmensgeschichte warten. Die vorläufigen Jahreszahlen zeigten solides Wachstum der Kernprodukte, doch der verhaltene Ausblick für 2026 dämpft zunächst die Euphorie.

Phase-3-Daten als Wendepunkt

Im ersten Halbjahr 2026 präsentiert Valneva die Phase-3-Ergebnisse zur VALOR-Studie des Lyme-Borreliose-Impfstoffs VLA15. Das Vakzin wird gemeinsam mit Pfizer entwickelt. Bei positivem Ausgang plant Pfizer unmittelbar regulatorische Zulassungsanträge. VLA15 wäre im Erfolgsfall der vierte von Valneva eigenständig entwickelte Impfstoff – und könnte dem Unternehmen den kommerziellen Durchbruch bringen.

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Parallel erwartet das Management erste Phase-2-Daten zum Shigella-Impfstoffkandidaten S4V2. Eine Entscheidung über die weitere Entwicklung soll in der zweiten Jahreshälfte fallen.

Zahlen unter der Lupe

Die vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 zeigen Licht und Schatten. Der Gesamtumsatz stieg auf 174,7 Millionen Euro, nach 169,6 Millionen im Vorjahr. Die proprietären Produktverkäufe legten bereinigt um 9 Prozent zu – allerdings gingen die Drittanbieter-Umsätze planmäßig um 42,3 Prozent zurück.

Die liquiden Mittel sanken zum Jahresende auf 109,7 Millionen Euro, gegenüber 168,3 Millionen Ende 2024. Das Unternehmen verweist auf erfolgreiche Schuldenrefinanzierungen und betont eine verbesserte finanzielle Flexibilität.

Für 2026 stellt Valneva Gesamtumsätze von 155 bis 170 Millionen Euro in Aussicht. Die niedrigere Bandbreite spiegelt das anhaltende Auslaufen der Drittanbieter-Verkäufe wider, während die eigenen Marken weiter wachsen sollen.

Strategische Neuausrichtung

Valneva zog den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ aus dem US-Markt zurück und konzentriert sich nun verstärkt auf VLA15 mit Partner Pfizer. International bleibt IXCHIQ jedoch verfügbar – das Unternehmen hält an der Strategie außerhalb der USA fest.

Der Vorstand verlängerte das Mandat von CEO Thomas Lingelbach um weitere drei Jahre, vorbehaltlich der Zustimmung auf der Hauptversammlung 2026.

Technisches Bild im Aufwärtstrend

Die Aktie notiert deutlich über allen relevanten gleitenden Durchschnitten. Mit einem Plus von gut 20 Prozent in den vergangenen 30 Tagen liegt der Kurs rund 25 Prozent über dem 200-Tage-Schnitt. Die jüngste Konsolidierung auf Wochensicht von unter einem Prozent wirkt nach dem steilen Anstieg wie eine technische Atempause.

Am 19. März folgen die finalen geprüften Jahreszahlen, die Quartalszahlen für Q1 sind für den 7. Mai terminiert. Bis dahin dürfte der Markt vor allem eines tun: auf die VLA15-Daten warten. Sie könnten über die mittelfristige Richtung entscheiden.

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