Valneva Aktie: Stabilisierung nach dem Einbruch
Ein Kursrutsch von über 40 Prozent innerhalb weniger Tage — und trotzdem planen die Unternehmen die Zulassungsanträge für 2026. Die Lage bei Valneva ist komplizierter, als die Kursbewegung auf den ersten Blick vermuten lässt.
Wirksamkeit ja, Statistik nein — vorerst
Die am 23. März veröffentlichten Phase-3-Daten der VALOR-Studie zum Lyme-Borreliose-Impfstoff VLA15 lieferten ein zweideutiges Bild. Klinisch zeigte der gemeinsam mit Pfizer entwickelte Kandidat eine Wirksamkeit von 73,2 Prozent — ein solider Wert. Das Problem lag anderswo: Das untere Ende des 95-Prozent-Konfidenzintervalls unterschritt in der ersten vordefinierten Analyse mit 15,8 Prozent knapp die geforderte Schwelle von 20 Prozent. Ursache war eine unerwartet geringe Zahl an Infektionsfällen im Studienzeitraum, die die statistische Aussagekraft schwächte.
Eine zweite Analyse erzielte jedoch einen Wert von 21,7 Prozent — und damit den geforderten Schwellenwert. Pfizer stufte die klinischen Ergebnisse als aussagekräftig ein und meldete keine Sicherheitsbedenken. Die Zulassungsanträge bei FDA und EMA sollen noch 2026 eingereicht werden.
Solides Fundament jenseits der Borreliose
Unabhängig vom Studienergebnis steht Valneva auf einem stabilen kommerziellen Fundament. Die Reiseimpfstoffe Ixiaro und Dukoral sowie der Chikungunya-Impfstoff Ixchiq generierten 2025 einen Gesamtumsatz von 174,7 Millionen Euro. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 109,7 Millionen Euro — bei einem operativen Nettoverlust von 115,2 Millionen Euro, der maßgeblich durch Forschungsausgaben getrieben wurde.
Dieser Umsatzanker macht Valneva weniger abhängig von einzelnen klinischen Datenpunkten als viele andere Biotech-Unternehmen vergleichbarer Größe.
Nächster Datenpunkt: Shigella
Während der Markt die Borreliose-Daten verarbeitet, rückt bereits der nächste Katalysator in Sicht. Für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet das Unternehmen Phase-2-Daten zum Shigella-Impfstoffkandidaten S4V2, der bereits den FDA-Fast-Track-Status trägt. Sollte VLA15 die Zulassung erhalten, bliebe Valneva als einziger Kandidat in einem fortgeschrittenen Stadium gegen Lyme-Borreliose — mit Anspruch auf Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren im zweistelligen Prozentbereich.
Die Aktie notiert nach dem Abverkauf bei 2,84 Euro und damit rund 45 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 5,16 Euro. Der RSI von 18,8 signalisiert eine technisch stark überverkaufte Lage. Ob die Zulassungsbehörden die zweite Analyse als ausreichend akzeptieren, entscheidet sich mit der FDA-Einreichung — und damit über die Kernfrage der nächsten Monate.
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