Valneva Aktie: Wirksamkeit reicht nicht
Medizinisch ein Erfolg, statistisch ein Stolperstein — so lässt sich das Ergebnis der VALOR-Phase-3-Studie für den Lyme-Impfstoffkandidaten PF-07307405 zusammenfassen. Pfizer und Valneva präsentierten am Montag finale Daten, die eine Wirksamkeit von über 73 Prozent zeigen. Das vorab festgelegte statistische Kriterium beim primären Endpunkt verfehlten sie trotzdem.
Das Problem mit dem Konfidenzintervall
Der Impfstoff schützte in der VALOR-Studie mit einer Wirksamkeit von 73,2 Prozent gegen Lyme-Borreliose — gemessen ab 28 Tage nach der vierten Dosis. Eine zweite Analyse kam sogar auf 74,8 Prozent. Das klingt überzeugend, doch das vorab definierte statistische Kriterium verlangte eine untere Grenze des 95-Prozent-Konfidenzintervalls von mehr als 20. Dieses Kriterium erfüllte nur die zweite, nicht die erste Analyse — also nicht der primäre Endpunkt.
Für Regulierungsbehörden ist diese Unterscheidung relevant. Pfizer zieht dennoch Konsequenzen: Mit zwei abgeschlossenen Phase-3-Studien im Rücken plant der Konzern die Einreichung von Zulassungsanträgen. PF-07307405 ist der am weitesten fortgeschrittene Kandidat für einen menschlichen Lyme-Impfstoff — seit Jahrzehnten gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen die Erkrankung.
Zahlen und Pipeline im Blick
Die Studiendaten treffen auf eine Valneva, die fundamental unter Druck steht. Der Kurs hat in den vergangenen 30 Tagen rund 41 Prozent verloren und notiert aktuell bei 2,83 Euro — weit unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 3,95 Euro. Die Jahreszahlen 2025 zeigten einen Nettoverlust von 115,2 Millionen Euro, maßgeblich weil ein Voucher-Gewinn aus dem Vorjahr fehlte. Der Umsatz lag bei 174,7 Millionen Euro, für 2026 erwartet Valneva zwischen 155 und 170 Millionen Euro.
Einen möglichen nächsten Impuls liefert die Pipeline: Für Mitte 2026 werden Phase-2-Daten zum Shigella-Kandidaten S4V2 erwartet. Je nach Ergebnis könnten Meilensteinzahlungen fließen — und das Bild für die zweite Jahreshälfte neu ausrichten.
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