ImmunityBio liefert gleich mehrere Nachrichten auf einmal: Ein wichtiger Blasenkrebs-Studienmeilenstein ist erreicht, gleichzeitig zieht ANKTIVA beim Umsatz deutlich an. Doch parallel sorgen eine angekündigte Untersuchung wegen möglicher Wertpapierverstöße und geplante Insider-Verkäufe für Gegenwind. Was wiegt für Anleger kurzfristig schwerer?

Studie voll rekrutiert – Zulassungsantrag für Ende 2026 im Blick

Das Unternehmen meldete, dass die Phase-2-Studie QUILT 2.005 bei BCG-naiven Patienten mit nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs die Rekrutierung früher als geplant abgeschlossen hat. ANKTIVA wird dabei in Kombination mit BCG geprüft. Laut einem Zwischenstand zeigte sich eine statistisch signifikante Verbesserung bei der Dauer des Ansprechens.

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CEO Richard Adcock nannte als Ziel für einen BLA-Zulassungsantrag das vierte Quartal 2026. Zudem steht für März ein Termin mit der US-Arzneimittelbehörde FDA zum rekombinanten BCG-Programm an. Außerdem wartet ImmunityBio auf die Prüfung zusätzlicher Daten für eine Einreichung im Segment „papillary-only“ bei Blasenkrebs – auch hier bleibt das Q4-2026-Zeitfenster laut Unternehmen grundsätzlich bestehen.

Zahlen und Kommerzialisierung: Umsatz wächst stark, Verlust bleibt hoch

Für das Gesamtjahr 2025 weist ImmunityBio einen Umsatzanstieg um 671% auf 113 Mio. US-Dollar aus (2024: 14,7 Mio. US-Dollar). Treiber waren laut Angaben vor allem die Netto-Produktumsätze, die um rund 700% zulegten. Dahinter stand ein Absatzplus von 750% beim Blasenkrebs-Produkt ANKTIVA.

Im vierten Quartal lagen die Netto-Produktumsätze bei 38,3 Mio. US-Dollar. Beim Ergebnis je Aktie meldete die Firma für das Quartal -0,06 US-Dollar und lag damit 0,02 US-Dollar über der Konsensschätzung (-0,08). Unterm Strich blieb ImmunityBio jedoch deutlich in den roten Zahlen: Der den Aktionären zurechenbare Nettoverlust betrug 351,4 Mio. US-Dollar, rund 15% weniger als 2024 (413,56 Mio. US-Dollar).

Beim regulatorischen Fußabdruck hebt das Unternehmen Zulassungen für ANKTIVA in den USA, Großbritannien, der EU und Saudi-Arabien hervor. Genannt wird außerdem eine saudi-arabische Genehmigung für den Einsatz bei Lungenkrebs in Kombination mit Checkpoint-Inhibitoren. In Europa erhielt ANKTIVA plus BCG eine bedingte Zulassung der EU-Kommission. Zusätzlich verweist ImmunityBio auf eine Vertriebspartnerschaft mit Accord Healthcare für 30 europäische Länder, unterstützt durch ein 85-köpfiges Vertriebsteam. Für Saudi-Arabien sowie die Region MENA nennt das Unternehmen Partnerschaften mit Biopharma und Cigalah Healthcare; die Distribution werde in Kürze erwartet.

Untersuchung und Insider-Verkäufe – sowie ein harter Kurstag

Belastend wirkt eine angekündigte Untersuchung der Pomerantz Law Firm wegen möglicher Wertpapierverstöße im Zusammenhang mit dem Kursverlauf. Als Hintergrund wird im Quelltext ein Verfehlen erwarteter Median-Überlebens-Benchmarks in wichtigen Studien genannt, was die Erwartungen an Meilensteine neu justiert habe.

Zusätzliche Aufmerksamkeit bekamen Director-Verkäufe. Barry J. Simon veräußerte 175.000 Aktien am 20. und 23. Februar für rund 1,78 Mio. US-Dollar (Preisspanne: 9,25 bis 10,2491 US-Dollar). Am 24. Februar folgten weitere 75.000 Aktien zum volumengewichteten Durchschnittspreis von 12,0105 US-Dollar (Gesamtwert: 900.787 US-Dollar). Laut SEC-Form-4 erfolgten die Verkäufe über einen vorab eingerichteten Rule-10b5-1-Plan vom 4. September 2024. Nach den Transaktionen hält Simon direkt 2.850.821 Aktien. Separat meldete Christobel Selecky die Ausübung von Optionen über 25.000 Aktien zu 2,98 US-Dollar und den Verkauf derselben Stückzahl zu 10 US-Dollar am 23. Februar.

Am Markt zeigte sich die Volatilität deutlich: In einer Sitzung markierte die Aktie intraday ein neues Hoch bei 12,43 US-Dollar, drehte dann jedoch kräftig und schloss 17,40% tiefer bei 9,54 US-Dollar – laut Text nach Gewinnmitnahmen. Im selben Kontext werden eine 30-Tage-Performance von 60,50% und eine Jahresperformance seit Jahresbeginn von 372,77% genannt.

Der nächste konkrete Termin ist die Live-Telefonkonferenz am Dienstag um 13:30 Uhr Pacific Time, in der ImmunityBio ein Business-Update geben und die Ergebnisse für 2025 (Stichtag 31. Dezember 2025) besprechen will. Im Ausblick bleibt zudem der anvisierte BLA-Zeitplan für das vierte Quartal 2026 zentral – während der Text zugleich betont, dass das Unternehmen weiter Verluste schreibt, negatives Eigenkapital ausweist und über weniger als ein Jahr Cash-Reichweite verfügt.

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