Valneva liefert beim Produktumsatz 2025 leicht besser ab als von Analysten erwartet – und punktet vor allem mit einem deutlich höheren Cash-Bestand. Trotzdem senkt First Berlin das Kursziel minimal. Entscheidend bleibt damit eine andere Frage: Was wird aus den Phase-3-Daten des Lyme-Impfstoffs VLA15 im ersten Halbjahr 2026?

2025: Umsatz besser, Trend aber abwärts

First Berlin Equity Research hat in einem Update die Kaufempfehlung für Valneva bestätigt, das Kursziel jedoch von 6,80 auf 6,60 Euro reduziert. Der Blick der Analysten fällt dabei zunächst auf die Geschäftsentwicklung 2025.

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Der Produktumsatz lag 2025 bei 157,9 Mio. Euro und damit leicht über der bisherigen Analystenschätzung von 155,1 Mio. Euro. Im Vergleich zu 2024 (163,3 Mio. Euro) ist das dennoch ein Rückgang. Auffällig: Der Umsatz mit Drittkunden sank deutlich um 43,2% auf 19,2 Mio. Euro.

An der Börse zeigt sich der Titel heute trotz der grundsätzlich stabilen Research-Einschätzung schwächer: Der Kurs liegt bei 4,80 Euro (‑3,22%). Auf 30 Tage gesehen steht allerdings ein Plus von 17,46% zu Buche.

Cash-Polster als Pluspunkt – Ausblick 2026 mit Spanne

Ein klar positives Signal kommt von der Liquidität. Valneva meldete zum Jahresende 2025 einen Cash-Bestand von 109,7 Mio. Euro. Das lag deutlich über der Prognose von 86 Mio. Euro und verschafft dem Unternehmen spürbar mehr finanziellen Spielraum.

Für 2026 stellt das Management einen Produktumsatz von 145 bis 160 Mio. Euro in Aussicht. Die Bandbreite deutet an: Visibilität ist da, aber nicht ohne Unsicherheiten.

VLA15: Der zentrale Kurstreiber

Der wichtigste Werttreiber in der Analysten-Logik bleibt der Lyme-Borreliose-Impfstoffkandidat VLA15 in der klinischen Entwicklung. First Berlin erwartet die Phase-3-Daten im ersten Halbjahr 2026, also bis spätestens Ende Juni. Bei erfolgreicher Zulassung sehen die Analysten eine mögliche Markteinführung im Herbst 2027.

Als Rückenwind für den medizinischen Bedarf verweist der Bericht auf die zunehmende Ausbreitung von Zecken – begünstigt durch Waldverlust und steigende Temperaturen – und damit ein steigendes Risiko für Borreliose-Infektionen.

Zum Fahrplan: Bis Ende Juni 2026 werden die Phase-3-Daten zu VLA15 erwartet – und genau dieses Ergebnis dürfte die Diskussion um Kursziel und Bewertung stärker prägen als die kleine Kurszielsenkung auf 6,60 Euro.

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