Valneva Aktie: Gewinnmitnahmen nach Rallye
Die Valneva-Aktie gerät nach einer starken Aufwärtsbewegung ins Straucheln. Am Donnerstag verlor der Titel 3,7 Prozent auf 4,27 Euro. Der Auslöser: Anleger nutzen die Konsolidierung nach der J.P. Morgan Healthcare Conference für Gewinnmitnahmen.
Die wichtigsten Faktoren im Überblick:
- RSI-Indikator bei 83 signalisiert überkaufte Marktsituation
- Stifel hebt Kursziel auf 10 Euro an – Potenzial von 134 Prozent
- Phase-3-Daten zum Lyme-Impfstoff VLA15 im ersten Halbjahr 2026 erwartet
- Aktie notiert weiterhin 11 Prozent über 50-Tage-Durchschnitt
Überhitzte Marktsituation fordert Tribut
Der Kursrückgang folgt auf eine mehrtägige Rallye, die den Titel in überkauftes Terrain gebracht hatte. Mit einem RSI-Wert von 83 lag die Aktie deutlich über der kritischen Schwelle von 70. Eine technische Korrektur war unter diesen Vorzeichen nahezu unvermeidlich.
Das Handelsvolumen blieb mit 0,46 Prozent des Kapitals moderat. Das spricht für eine klassische Konsolidierungspause nach einem starken Anstieg – keine Panikverkäufe. Die 50-Tage-Linie bei 3,85 Euro wurde klar verteidigt, der mittelfristige Aufwärtstrend bleibt intakt.
Lyme-Impfstoff als Hoffnungsträger
Der Optimismus der Investoren speist sich aus den Erwartungen an VLA15. Stifel hob Anfang Januar das Kursziel von 9,50 auf 10 Euro an. Die Investmentbank rechnet mit der Veröffentlichung entscheidender Phase-3-Ergebnisse in den kommenden Monaten.
VLA15, entwickelt gemeinsam mit Pfizer, ist der einzige Impfstoffkandidat gegen Lyme-Borreliose in fortgeschrittener klinischer Entwicklung. Die Krankheit betrifft jährlich etwa 476.000 Menschen in den USA und 130.000 in Europa. Stifel schätzt das maximale jährliche Umsatzpotenzial auf 1,9 Milliarden Euro.
An der NASDAQ stieg das Handelsvolumen am Donnerstag um 46 Prozent auf 23.245 Aktien – institutionelle Investoren bleiben nach der Healthcare Conference offenbar am Ball.
Operative Schwäche belastet
Die Zahlen zeigen allerdings auch die Herausforderungen. Im dritten Quartal verfehlte Valneva die Erwartungen deutlich: Der Verlust pro Aktie lag bei 0,61 US-Dollar statt der prognostizierten 0,30 Dollar. Der Quartalsumsatz von 34 Millionen Dollar blieb ebenfalls unter der Konsensschätzung von 48,85 Millionen.
Ende Dezember beendete das Unternehmen die Lizenzvereinbarung mit dem Serum Institute of India für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ. Valneva übernimmt damit die direkte Kontrolle über die Vermarktung in endemischen Ländern.
Die Analysteneinschätzungen bleiben gespalten: Drei Experten empfehlen den Kauf, einer rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 15 US-Dollar. Die entscheidenden Phase-3-Daten im ersten Halbjahr dürften die Weichen für die weitere Kursentwicklung stellen.
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