BHP Aktie: Kupfer übernimmt Führung
BHP schüttet am heutigen Donnerstag turnusgemäß seine Dividende aus. Während die Aktionäre die Zahlung verbuchen, rücken jedoch operative Risiken im australischen Kernmarkt in den Fokus. In der wichtigen Eisenerz-Region Pilbara drohen erstmals seit Jahrzehnten signifikante Streiks.
Streikgefahr im Kernmarkt
Ein Schatten fällt auf die operativen Aussichten im Westen Australiens: In den Pilbara-Minen haben die Elektriker für Arbeitsniederlegungen gestimmt. Dies markiert eine Zäsur für den Konzern, da es die erste ernsthafte Drohung eines Produktionsstopps in dieser Region seit über 30 Jahren ist. Die Pilbara-Operationen sind für den Cashflow von BHP von zentraler Bedeutung. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 erzielte die Sparte eine Rekordförderung von 129,8 Millionen Tonnen.
Die Aktie reagierte heute mit einem leichten Minus von 0,92 % auf 30,00 Euro, nachdem sie am Mittwoch noch von einem freundlichen Rohstoffumfeld profitiert hatte. Ein schwächerer US-Dollar und die steigende Nachfrage nach Metallen für die KI-Infrastruktur sowie die weltweite Elektrifizierung stützten zuletzt das Vertrauen der Investoren in das diversifizierte Portfolio.
Kupfer als neuer Gewinnmotor
Die aktuellen Finanzdaten für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 belegen einen strukturellen Wandel innerhalb des Konzerns. Kupfer hat Eisenerz offiziell als größten Gewinnbringer abgelöst. Das Metall steuert mittlerweile 51 % zum bereinigten EBITDA bei, das sich insgesamt auf 15,5 Milliarden US-Dollar belief.
Diese Entwicklung spiegelt die strategische Neuausrichtung wider. Mit einer EBITDA-Marge von 58,4 % profitiert BHP von hohen realisierten Kupferpreisen und einem strikten Kostenmanagement, insbesondere in der chilenischen Escondida-Mine. Anleger erhalten für ihre Sponsored ADRs am heutigen Zahltag eine Dividende von 1,46 US-Dollar je Aktie.
Strategischer Fokus unter neuer Führung
Der bevorstehende Führungswechsel am 1. Juli 2026, wenn Brandon Craig die Nachfolge von CEO Mike Henry antritt, dürfte diesen Kurs festigen. Craig gilt als Verfechter der Expansion in den Bereichen Kupfer und Kali. Beim Jansen-Kaliprojekt in Kanada sind mittlerweile 75 % der Arbeiten abgeschlossen. Allerdings stiegen die Kostenschätzungen für die erste Phase auf 8,4 Milliarden US-Dollar, während der Produktionsstart weiterhin für Mitte 2027 geplant ist.
Für das restliche Geschäftsjahr bleibt die Frage offen, wie BHP die laufenden Tarifverhandlungen in Australien bewältigt. Das Unternehmen hält bislang an seinem Produktionsziel von 1,9 bis 2,0 Millionen Tonnen Kupfer für das Gesamtjahr 2026 fest.
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