Valneva Aktie: Doppelter Katalysator
Zwei Ereignisse innerhalb weniger Wochen könnten die Bewertung des französischen Impfstoffherstellers grundlegend verschieben. Am 18. März veröffentlicht Valneva die finalen Jahreszahlen für 2025 — die eigentliche Spannung aber liegt anderswo.
Jahreszahlen: Bekannte Konturen, offene Margen
Die groben Eckdaten für 2025 sind bereits kommuniziert: Der Gesamtumsatz stieg leicht auf 174,7 Millionen Euro, getragen von etablierten Reiseimpfstoffen. Der Kassenbestand zum Jahresende lag bei 109,7 Millionen Euro — solide, aber nicht üppig für ein Unternehmen in der klinischen Spätphase.
Für 2026 rechnet Valneva mit einem Umsatzrückgang auf 155 bis 170 Millionen Euro. Grund ist das planmäßige Auslaufen der Drittanbieter-Verkäufe, die bereits 2025 um 42,3 Prozent auf 19,2 Millionen Euro sanken. Das organische Wachstum bei den Eigenmarken gleicht diesen Rückgang bislang nicht vollständig aus. Was Anleger am Mittwoch genau beobachten werden: die Margenentwicklung und die Liquiditätsreichweite.
VLA15 — der eigentliche Kursbestimmer
Das weitaus größere Gewicht liegt auf dem Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15, den Valneva gemeinsam mit Pfizer entwickelt. Die Phase-3-Studie VALOR läuft an knapp 9.500 Probanden; finale Daten sollen noch im ersten Halbjahr 2026 vorliegen. VLA15 ist weltweit das einzige Lyme-Borreliose-Programm in der spätklinischen Entwicklung und trägt den FDA-Fast-Track-Status.
Bei positiven Ergebnissen will Pfizer noch 2026 die Zulassungsanträge bei FDA und EMA einreichen. Für Valneva wären das zunächst 143 Millionen US-Dollar an Meilensteinen, dazu Umsatzbeteiligungen zwischen 14 und 22 Prozent sowie weitere 100 Millionen Dollar in kumulativen Umsatzmeilensteinen.
Als zweiten Pipeline-Pfeiler entwickelt Valneva einen Shigella-Impfstoffkandidaten, für den im zweiten Halbjahr 2026 Daten erwartet werden. Die WHO hat die Entwicklung von Shigella-Vakzinen als Priorität eingestuft; ein zugelassener multivalenter Impfstoff existiert bislang nicht.
Aktionärsstruktur neu sortiert
Im Vorfeld der anstehenden Datenpunkte haben sich staatliche Großaktionäre neu positioniert: Bpifrance reduzierte seinen Anteil, während die Caisse des Dépôts Aktien hinzukaufte. Der staatliche Einfluss bleibt bestehen — wurde intern aber umgeschichtet.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 19 Prozent zugelegt und notiert klar oberhalb ihrer gleitenden Durchschnitte. Der RSI signalisiert mit einem Wert von 15,5 eine stark überverkaufte Lage — was technisch auf eine mögliche Gegenbewegung hindeutet, sofern die fundamentalen Nachrichten der kommenden Wochen keine negativen Überraschungen liefern. Mit den Phase-3-Daten zu VLA15 im Halbjahr steht die nächste entscheidende Weichenstellung bevor.
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