JPMorgan hat am 24. März SAP von „Overweight" auf „Neutral" herabgestuft und das Kursziel auf 175 Euro gesenkt. Die Aktie reagierte mit einem neuen 12-Monats-Tief — und liegt damit fast 47 Prozent unter dem Jahreshoch von 271,60 Euro aus dem Juni 2025.

Analyst Toby Ogg begründete den Schritt mit einem veränderten Wachstumsbild: Die vertraglich zugesicherten Cloud-Erlöse könnten im laufenden Migrationsprozess zunächst weiter schrumpfen. Hinzu kommen höhere Ergebnisschwankungen durch den Umbau des Geschäftsmodells sowie wachsender Wettbewerbsdruck, der den Investitionsbedarf erhöht.

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Breiter Konsens, fallender Kurs

Das JPMorgan-Votum trifft auf ein auffällig gespaltenes Analystenfeld. 71 Prozent der 35 befragten Analysten empfehlen die Aktie weiterhin zum Kauf — das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 296 US-Dollar. Jefferies senkte zwar ebenfalls Kursziele im europäischen Softwaresektor, bleibt für SAP aber konstruktiv.

Diese Konstellation — breiter Optimismus auf der einen, anhaltender Kursdruck auf der anderen Seite — ist das eigentliche Spannungsfeld für SAP-Aktionäre. Auf Jahressicht hat die Aktie rund 28 Prozent verloren, und der Kurs notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Tief von 145,18 Euro.

Laufende Weichen für 2026

Auf operativer Ebene gibt es zwei relevante Entwicklungen. Der Rechtsstreit mit Teradata, der auf ein Joint Venture aus dem Jahr 2006 zurückgeht, ist nach einem Vergleich über 480 Millionen Dollar vom Tisch. Das beseitigt einen Unsicherheitsfaktor, der andernfalls Ende März vor einem Geschworenengericht gelandet wäre.

Beim Thema KI-Monetarisierung vollzieht SAP ab Juli 2026 einen Strategieschwenk: Ein verbrauchsbasiertes Modell ergänzt künftig das klassische Abonnement. Joule Base bleibt ohne Aufpreis im Standard-Paket enthalten, Joule Premium wird wahlweise pro Nutzer oder über SAP-KI-Einheiten abgerechnet. Ob dieses Modell die erhofften Wachstumsimpulse liefert, werden die Q1-Zahlen am 23. April erstmals konkret zeigen — und damit auch eine erste Antwort auf JPMorgans Skepsis liefern.

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