UnitedHealth Aktie: CEO unter Druck
UnitedHealth Group gerät erneut in die Schlagzeilen. Die Wall Street Journal berichtet, dass CEO Stephen Hemsley über Jahre hinweg privat in Healthcare-Startups investiert hat – darunter Firmen, die mit dem Versicherungsriesen Geschäfte machen oder in direkter Konkurrenz zu ihm stehen.
Die Enthüllung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Aktie notiert bereits 23 Prozent unter ihrem Jahreshoch, belastet durch Regulierungsdruck und Sorgen um Medicare-Tarife. Nun droht zusätzlicher Gegenwind durch mögliche Interessenkonflikte an der Unternehmensspitze.
Private Investments über Beteiligungsfirma
Laut Wall Street Journal hat Hemsley über mindestens sieben Jahre hinweg Dutzende Millionen Dollar in Healthcare-Startups investiert. Die Beteiligungen liefen über Cloverfields Capital Group LP, eine Investmentfirma, die Hemsley 2019 gründete – während er als Verwaltungsratsvorsitzender von UnitedHealth fungierte.
Die Zielinvestitionen reichen von einem Impfdienstleister, der mit UnitedHealth Geschäfte macht, bis zu Anbietern digitaler Gesundheitsdienste, die mit Produkten des Konzerns konkurrieren. Weder die Empfänger-Unternehmen noch UnitedHealth selbst informierten Aktionäre über diese Investments.
Ethikexperten, die vom Journal zitiert werden, sehen darin potenzielle Interessenkonflikte. UnitedHealth erklärt, Hemsley halte sich an die unternehmensinternen Richtlinien zu Interessenkonflikten.
Führungsfigur seit über zwei Jahrzehnten
Der 73-jährige Hemsley prägt UnitedHealth seit mehr als 20 Jahren. Im vergangenen Mai übernahm er erneut die operative Führung, nachdem er bereits über ein Jahrzehnt als CEO gewirkt und seit 2017 als Chairman fungiert hatte. Die Rückkehr sollte die Finanzen des Unternehmens stabilisieren.
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Mehrfachbelastung drückt den Kurs
Die Aktie stand bereits vor der jüngsten Meldung unter erheblichem Druck. Neben Untersuchungen des Justizministeriums belasten neue Transparenzvorschriften das Geschäft mit Apothekenleistungen.
Zusätzlich sorgen Unsicherheiten bei Medicare Advantage für Verunsicherung. Die Trump-Regierung plant, die Tarife für 2027 unverändert zu lassen. Problematisch, denn Medicare und Altersversorgung steuerten 2025 über 38 Prozent zum Umsatz bei – rund 171,3 Milliarden Dollar.
Am 13. Februar 2026 schloss die Aktie bei 293,33 Dollar, ein Plus von 3,15 Prozent. Die 52-Wochen-Spanne von 234,60 bis 606,36 Dollar zeigt die Volatilität der vergangenen Monate. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 11 Prozent.
Kennzahlen im Überblick:
- Schlusskurs (13. Feb. 2026): 293,33 Dollar
- 52-Wochen-Spanne: 234,60 – 606,36 Dollar
- Marktkapitalisierung: ca. 265,7 Mrd. Dollar
- KGV: ca. 22,2
- Dividendenrendite: ca. 3,0 Prozent
- Performance seit Jahresanfang: -11,2 Prozent
Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die Investmententhüllungen regulatorische Folgen nach sich ziehen. Bis dahin bleibt der Titel anfällig für weitere Kursschwankungen.
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