Trotz anhaltender Sorgen rund um Medicare-Advantage-Vergütungen und Margendruck gab es gestern ein auffälliges Lebenszeichen: Das Handelsvolumen bei UnitedHealth sprang deutlich an, während die Aktie zulegen konnte. Gleichzeitig schraubten mehrere Analysten ihre Kursziele nach unten. Was steckt hinter der plötzlichen Aktivität?

  • Handelsvolumen gestern: rund 12,3 Mio. Aktien (ca. +98% gegenüber dem Vortag; etwa 10% über dem Durchschnitt)
  • Kursentwicklung: etwa +2% auf rund 284 US-Dollar
  • Institutioneller Anteil: 87,86%
  • Konsens-Kursziel (Durchschnitt): ca. 372 US-Dollar
  • Umsatzprognose 2026: ca. 439 Mrd. US-Dollar (zuvor 448 Mrd.)

Mehr Bewegung – trotz Gegenwind

Der ungewöhnlich rege Handel fiel mit mehreren Faktoren zusammen: mehr Käufe durch große Investoren, neue Analysten-Updates und die laufende Verarbeitung der zuletzt gesenkten Prognose. Der Kursanstieg blieb zwar moderat, aber in Kombination mit dem Volumenschub wirkte das wie ein klarer Hinweis auf erhöhtes Interesse am Titel.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Unitedhealth?

Institutionelle Investoren bauen Positionen aus

Der institutionelle Besitz liegt laut AInvest bei 87,86%. Auffällig: Madison Asset Management stockte seinen Anteil im dritten Quartal um 32,1% auf und hielt danach 33.433 Aktien. Auch LFA Lugano, Sagard Holdings und Islay Capital erhöhten ihre Positionen.

Das deutet darauf hin, dass zumindest ein Teil der großen Anleger trotz der kurzfristigen Belastungsfaktoren weiter investiert bleibt.

Analysten senken Kursziele

Mehrere Häuser reduzierten zuletzt ihre Kursziele, hielten aber an positiven Einstufungen fest:

  • Truist Financial: 410 → 370 US-Dollar („Buy“)
  • Oppenheimer: 415 → 385 US-Dollar („Outperform“)
  • Leerink Partners: 410 → 345 US-Dollar („Outperform“)
  • Barclays: 391 → 327 US-Dollar („Overweight“)
  • Mizuho: 430 → 350 US-Dollar („Outperform“)

Laut MarketBeat liegt der Konsens bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel bei rund 372 US-Dollar.

Medicare Advantage und Prognosekürzung bleiben das Thema

Unter Druck steht die Aktie vor allem seit einem Vorschlag der US-Behörde CMS von Ende Januar: Für 2027 sollen die Medicare-Advantage-Sätze demnach nur um 0,09% steigen – deutlich weniger als die zuvor erwarteten 4% bis 6%.

Gerade für UnitedHealth ist das relevant: Das Segment „Medicare and retirement“ machte 2025 rund 38% des Umsatzes aus, bei 171,3 Mrd. US-Dollar.

Zusätzlich senkte das Unternehmen seine Umsatzprognose für 2026 auf etwa 439 Mrd. US-Dollar (zuvor 448 Mrd.). Der operative Cashflow lag zuletzt bei rund 18 Mrd. US-Dollar und liefert damit zumindest finanziellen Spielraum, auch wenn der Ausblick gedämpfter ausfällt.

Unitedhealth-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Unitedhealth-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Unitedhealth-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Unitedhealth-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Unitedhealth: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...