UnitedHealth muss sich auf härtere Spielregeln einstellen. Strengere staatliche Erstattung und mehr regulatorische Kontrolle drücken auf das Medicare-Advantage-Geschäft – lange ein zentraler Wachstumstreiber. Während Cigna heute nach starken Quartalszahlen zulegt, bleibt bei UnitedHealth vor allem die gedämpfte Umsatzperspektive für 2026 das Thema.

Woran hakt es konkret? Vor allem daran, dass die erwarteten Zahlungen im staatlich geprägten Geschäft kaum steigen – und der Konzern seine Kostenstruktur entsprechend nachschärfen muss.

Wichtige Fakten auf einen Blick
- Umsatz 2025: 447,6 Mrd. USD (+12% zum Vorjahr)
- Umsatzprognose 2026: rund 440 Mrd. USD (ca. -2%)
- Ziel für bereinigtes EPS 2026: mindestens 17,75 USD (nach 16,35 USD)
- Strategischer Schritt: Rückzug aus Medicare-Advantage-Plänen in 109 US-Countys (rund 180.000 betroffene Mitglieder)
- Marktkapitalisierung: rund 250 Mrd. USD
- Dividendenrendite: ca. 3,2% (auf Basis der jüngsten Handelsspanne)

Medicare Advantage unter Druck

Ein zentraler Belastungsfaktor bleibt Medicare Advantage. Auslöser für den zusätzlichen Gegenwind ist ein Vorschlag der US-Behörde CMS, die Zahlungsrate für 2027 nur minimal anzuheben: +0,09%. Das ist so wenig, dass Effizienzgewinne für Anbieter noch wichtiger werden.

UnitedHealth reagiert mit einem kleineren operativen Fußabdruck. Der Rückzug aus 109 Countys soll helfen, die Profitabilität zu stabilisieren – auch wenn der Umsatz 2026 laut eigener Prognose sinken dürfte.

Washington schaut genauer hin

Zusätzlich kommt politischer Druck aus Washington. Ein Senatsbericht von Januar nahm die Risk-Adjustment-Codierung der Branche unter die Lupe – also Methoden, mit denen sich Medicare-Zahlungen je nach dokumentiertem Krankheitsbild erhöhen lassen.

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CEO Stephen Hemsley, der im Mai 2025 an die Spitze zurückkehrte, setzt parallel auf Modernisierung in der Verwaltung. Der Konzern plant 1,5 Mrd. USD für eine KI-Roadmap und peilt damit 1 Mrd. USD jährliche Einsparungen an, um den Erstattungsdruck abzufedern.

Ende Januar kündigte UnitedHealth außerdem an, Gewinne aus dem ACA-Marktplatzgeschäft 2026 an Kunden zurückgeben zu wollen – ein Schritt, der noch vor einer angekündigten Anhörung im Kongress kommuniziert wurde.

Signale vom Kapitalmarkt

Trotz der Volatilität gibt es Hinweise auf fortbestehendes institutionelles Interesse: Offenlegungen zufolge baute Berkshire Hathaway eine Beteiligung im Wert von 1,6 Mrd. USD auf.

Bei Bank of America blieb der Ton dagegen vorsichtig. Die Analysten beließen es bei „Neutral“, senkten aber das Kursziel auf 325 USD und verwiesen zugleich auf eine gewisse Bewertungsstütze auf dem aktuellen Niveau.

Im Fokus bleibt damit, ob der geplante Rückzug aus Teilen von Medicare Advantage und die angekündigten Effizienzprogramme ausreichen, um die schwächere Umsatzlinie 2026 bei der Ergebnisentwicklung zu kompensieren.

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