UnitedHealth bekommt gleich von zwei Seiten Gegenwind: Die jüngsten Quartalszahlen fielen gemischt aus, und ausgerechnet im wichtigen Medicare-Advantage-Geschäft droht 2027 eine überraschend mickrige Vergütungsrunde. Das trifft einen Konzern, der stark von staatlichen Erstattungssätzen abhängt. Kein Wunder also, dass Anleger bei der Planungssicherheit nervös reagieren.

Gemischte Zahlen – und ein dicker Sondereffekt

Ende Januar hat UnitedHealth Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt. Beim bereinigten Gewinn je Aktie lag der Konzern mit 2,11 US-Dollar hauchdünn über den Erwartungen (2,10 US-Dollar). Beim Umsatz blieb man mit 113,2 Mrd. US-Dollar allerdings leicht unter dem, was die Wall Street eingeplant hatte.

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Für 2025 insgesamt meldete UnitedHealth 447,6 Mrd. US-Dollar Umsatz (+12% zum Vorjahr). Gleichzeitig belastete ein einmaliger Aufwand von 2,8 Mrd. US-Dollar. Er hing laut Unternehmensangaben mit Aktivitäten rund um einen Cyberangriff, Desinvestitionen, Geschäftsaufgaben und weiteren Restrukturierungsmaßnahmen zusammen. Das erklärt, warum die Zahlen zwar nicht „schlecht“ wirkten, aber auch keinen echten Befreiungsmoment auslösten.

Medicare-Advantage: Der eigentliche Kurstreiber

Der größere Stolperstein kam aus Washington: Die zuständige US-Behörde CMS schlug für 2027 nur eine Erhöhung der Zahlungen an private Medicare-Advantage-Versicherer von 0,09% vor. Das ist ein drastischer Kontrast zu den mindestens 4%, mit denen Analysten gerechnet hatten.

Warum ist das so wichtig? Weil UnitedHealth in diesem Bereich stark exponiert ist:

  • Medicare- und Retirement-Sparte: 171,3 Mrd. US-Dollar Umsatz in 2025 (rund 38% des Konzernumsatzes)
  • Wachstum der Sparte: +23% gegenüber 2024
  • Medicare-Advantage-Kunden: mehr als 8,4 Mio. zum Ende von 2025

Entsprechend heftig fiel die Reaktion aus: Am Tag der Veröffentlichung (27. Januar) rutschte die Aktie laut Quelle um rund 20% ab. Anleger preisten damit ein, dass geringere Steigerungen bei den Erstattungssätzen die Margen im Kerngeschäft spürbar drücken könnten.

Ausblick 2026: Weniger Umsatz, mehr Kostenrisiko

Auch der Blick nach vorn wirkt nicht beruhigend. Für 2026 stellt UnitedHealth mehr als 439 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht – das entspräche grob einem Rückgang um etwa 2% gegenüber 2025. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet der Konzern zwar mehr als 17,75 US-Dollar, doch operative Kennzahlen signalisieren weiter Kostendruck: Die Medical Care Ratio (der Anteil der Gesundheitskosten an den Prämien) soll bei 88,8% liegen (±50 Basispunkte).

Das passt zu einem zentralen Problem, das sich bereits 2025 verschärft hat: Die bereinigte Medical Care Ratio stieg auf 88,9%, nach 85,5% im Vorjahr. Höhere Nutzung von Gesundheitsleistungen und steigende medizinische Kosten arbeiten damit gegen die Profitabilität. Zusätzlich rechnet UnitedHealth 2026 mit einem Rückgang der über Medicare Advantage versorgten Personen um 1,3 bis 1,4 Millionen.

Ein wichtiger Termin für die Regulierung kommt bald: Die finale Medicare-Advantage-Ratenentscheidung wird bis zum 6. April 2026 erwartet. Und die nächsten Quartalszahlen stehen laut Quelle voraussichtlich um den 22. April 2026 an.

Kurskontext: Auf 12-Monats-Sicht liegt die Aktie laut den bereitgestellten Daten bei -46,82% – der Markt spiegelt damit die Kombination aus Regulierungsrisiko und steigenden Kosten bereits deutlich wider.

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