Der Gesundheitsriese UnitedHealth gerät zunehmend in die Zange. Nach den jüngsten Quartalszahlen und enttäuschenden Vorgaben aus Washington reagieren die großen Wall-Street-Häuser mit einer Welle von Kurszielsenkungen. Während das Management von einem Übergangsjahr spricht, müssen Anleger ihre Erwartungen an die staatlich geförderten Gesundheitsprogramme deutlich korrigieren.

Enttäuschung aus Washington

Den größten Druck löste die staatliche Gesundheitsbehörde CMS aus. Sie schlug für 2027 eine minimale Erhöhung der Medicare-Advantage-Raten von lediglich 0,09 Prozent vor. Das liegt meilenweit unter den Erwartungen der Analysten, die mit einem Anstieg von vier bis sechs Prozent gerechnet hatten. Da die Sparte UnitedHealthcare der größte Medicare-Versicherer der USA ist, trifft diese politische Entscheidung den Konzern an einer empfindlichen Stelle und belastet die langfristige Kalkulation.

Analysten ziehen die Reißleine

Die Reaktion der Finanzinstitute ließ nicht lange auf sich warten. In dieser Woche kürzten Häuser wie JP Morgan und Truist Securities ihre Kursziele deutlich auf 389 beziehungsweise 370 US-Dollar, behielten aber ihre Kaufempfehlungen bei. Besonders pessimistisch zeigte sich Barclays mit einer Senkung auf 327 US-Dollar.

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Wells Fargo begründete die Anpassung neben den Raten auch mit Sorgen um die Ergebnisse der Tochter Optum Health und der begrenzten Sichtbarkeit für das Gesamtjahr 2026. An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit wider: Seit Jahresanfang verlor das Papier über 15 Prozent an Wert und notiert aktuell bei rund 284 US-Dollar.

Das Übergangsjahr 2026

Trotz der gesenkten Ziele bleiben die fundamentalen Bewertungen der Analysten mehrheitlich positiv. Im abgelaufenen Jahr konnte der Umsatz zwar um 12 Prozent auf 447,6 Milliarden US-Dollar gesteigert werden, doch das Management selbst charakterisiert das laufende Geschäftsjahr 2026 nun als Übergangsjahr. Der Fokus liegt darauf, die Diskrepanz zwischen den staatlichen Raten und den eigenen Wachstumserwartungen zu managen.

Klarheit über die tatsächlichen Auswirkungen dieser Gemengelage wird der nächste Quartalsbericht bringen. Die Zahlen werden voraussichtlich Mitte April veröffentlicht und müssen beweisen, wie gut der Konzern die politischen Gegenwinde operativ abfedern kann.

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