UniCredit hat die Weichen für die kommende Hauptversammlung gestellt und den Entwurf des Geschäftsberichts für 2025 vorgelegt. Im Fokus steht dabei neben der allgemeinen Bilanz vor allem der forcierte Rückzug aus dem russischen Markt. Wie geht die Großbank mit dem zunehmenden Druck der Aufsichtsbehörden um?

Fokus auf Russland und die EZB

Ein zentraler Punkt der veröffentlichten Dokumente ist der Umgang mit dem Russland-Geschäft. Auf Druck der Europäischen Zentralbank (EZB) hat UniCredit das Volumen der grenzüberschreitenden Kredite in Russland im Laufe des Jahres 2025 auf 600 Millionen Euro halbiert. Diese deutliche Reduktion führte dazu, dass die Bank eine Klage gegen die EZB vor dem EU-Gericht zurückzog, die sich ursprünglich gegen die geforderte Exit-Strategie richtete.

Die nun zugänglichen Unterlagen dienen als Vorbereitung für die Aktionärsversammlung am 31. März 2026. Sie umfassen sowohl den Einzelabschluss der Muttergesellschaft als auch den konsolidierten Konzernabschluss. Auch für die deutsche Tochtergesellschaft, die UniCredit Bank GmbH (HVB), steht der Terminplan: Die detaillierten Zahlen für den hiesigen Markt werden am 13. März erwartet.

Starke Ergebnisse trotz Reduzierung

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Trotz des geringeren Kreditvolumens stieg das Nettoergebnis aus den russischen Aktivitäten im Jahr 2025 auf 814 Millionen Euro an – ein deutliches Plus gegenüber den 577 Millionen Euro im Vorjahr. Dennoch bleiben finanzielle Unwägbarkeiten bestehen. Ein laufender Rechtsstreit mit einem russischen Energieunternehmen über Finanzgarantien in Höhe von 444 Millionen Euro belastet weiterhin das operative Umfeld.

Die Aktie reagierte zuletzt verhalten und schloss am Freitag bei 72,09 Euro, was einem Tagesminus von 2,30 Prozent entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Schwäche liegt der Titel auf Sicht von zwölf Monaten noch immer mit rund 42,5 Prozent im Plus und hält einen deutlichen Abstand zu seinem Jahrestief.

Die Veröffentlichung des Geschäftsberichts zeigt eine Bank im Wandel, die den regulatorischen Anforderungen folgt, aber dennoch von profitablen Altpositionen profitiert. Während die operativen Zahlen stabil wirken, bleibt die weitere Abwicklung des Russland-Geschäfts der bestimmende Faktor für das Risikoprofil. Mit der Hauptversammlung am 31. März erhalten Anleger die nächste Gelegenheit, die langfristige Strategie des Managements direkt zu bewerten.

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