UniCredit Aktie: Rekordzahlen und Milliardengeschenke
Die italienische Großbank UniCredit hat heute beeindruckende Zahlen für 2025 vorgelegt und gleichzeitig eine der ambitioniertesten Ausschüttungspläne der europäischen Bankenbranche angekündigt. Der Nettogewinn kletterte um knapp 14 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro – ein neuer Rekord für das Institut. Noch spektakulärer: In den kommenden drei Jahren sollen mindestens 30 Milliarden Euro an die Aktionäre fließen, binnen fünf Jahren sogar 50 Milliarden Euro.
CEO Andrea Orcel hat damit sein Versprechen eingelöst. Zum 20. Quartal in Folge lieferte die Bank profitables Wachstum. Die Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital erreichte 19,2 Prozent – 1,5 Prozentpunkte mehr als 2024. Der Gewinn je Aktie stieg um 20 Prozent auf 6,89 Euro, während der materielle Buchwert je Aktie um 19 Prozent auf 39,54 Euro zulegte.
Schwache Erträge durch Zinsdruck
Nicht alles glänzt allerdings. Die Gesamterträge sanken um 1,3 Prozent auf 24,54 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem sinkende Zinsen, die das Zinsüberschussergebnis um 4,3 Prozent auf 13,73 Milliarden Euro drückten. Auch das Handelsergebnis brach um 32,6 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro ein.
Positiv entwickelten sich hingegen Provisionen und Versicherungserträge, die zusammen um 5,6 Prozent auf 8,69 Milliarden Euro zulegten. Ihr Anteil an den Gesamterträgen liegt mittlerweile bei rund 35 Prozent. Die Dividendenerträge verdoppelten sich sogar auf 980 Millionen Euro – getrieben durch die Beteiligungen an der Commerzbank und der griechischen Alpha Bank.
Ehrgeizige Ziele bis 2028
Die Bank hat sich im Rahmen ihres neuen Plans "UniCredit Unlimited" hohe Ziele gesteckt. Für 2026 peilt Orcel einen Nettogewinn von etwa 11 Milliarden Euro an. Bis 2028 soll der Überschuss dann auf 13 Milliarden Euro steigen – das entspräche einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 7 Prozent. Die Eigenkapitalrendite soll bis dahin auf über 23 Prozent klettern.
Die Kosten blieben 2025 trotz Expansion praktisch stabil bei 9,44 Milliarden Euro. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis lag bei 38,5 Prozent – Bestwert in der Branche. Allerdings fielen außerordentliche Belastungen von insgesamt 1,4 Milliarden Euro an, darunter 1,18 Milliarden Euro für Integrationskosten und 240 Millionen Euro für Absicherungsgeschäfte.
Die Kapitalausstattung bleibt komfortabel. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag zum Jahresende bei 14,7 Prozent – deutlich über dem selbst gesetzten Zielkorridor von 12,5 bis 13 Prozent. Für 2025 plant die Bank Ausschüttungen von 9,5 Milliarden Euro, davon 4,75 Milliarden Euro als Bardividende. Die Risikovorsorge bewegte sich mit 15 Basispunkten auf niedrigem Niveau, während die Kreditqualität mit einer Ausfallquote von nur 1,3 Prozent solide blieb.
Unicredit-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Unicredit-Analyse vom 09. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Unicredit-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Unicredit-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Unicredit: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








