Bei Plug Power ballen sich gerade mehrere Baustellen: eine neue Sammelklage, ein größerer Asset-Verkauf und in wenigen Tagen die Quartalszahlen. Für Anleger geht es dabei weniger um Schlagzeilen – sondern um eine ganz konkrete Frage: Reicht die frische Liquidität und der Sparkurs, um den Finanzierungsspielraum zu stabilisieren?

Sammelklage erhöht den Druck

Eine geplante US-Sammelklage wirft Plug Power vor, Investoren wesentlich über die Fähigkeit getäuscht zu haben, eine Kreditgarantie des US-Energieministeriums (DOE) über 1,66 Mrd. Dollar zu sichern und zu nutzen. Im Kern geht es um die Verknüpfung dieser Garantie mit Wasserstoff-Projekten – und um spätere Aussagen, die laut Klageschrift ein anderes Bild gezeichnet haben sollen.

Die Klage listet mehrere belastende Ereignisse, die damals für deutliche Kursreaktionen sorgten: den überraschenden Abgang von CEO Andrew Marsh und Präsident Sanjay Shrestha, die Aussetzung von Aktivitäten rund um das DOE-Darlehen sowie einen Bericht, wonach geplante Wasserstoff-Anlagen gestrichen worden seien. Anleger können sich bis 3. April 2026 als Lead Plaintiff (federführender Kläger) bewerben.

Asset-Verkauf soll Liquidität bringen

Parallel versucht das Unternehmen, die Bilanz zu stärken. Plug Power verkauft den „Project Gateway“-Standort in New York für mindestens 132,5 Mio. Dollar, möglich sind laut Angaben bis zu 142 Mio. Dollar. Das ist Teil einer breiteren Strategie, über Asset-Verkäufe mehr als 275 Mio. Dollar zur Stärkung der Liquidität zu generieren.

Der Konzern begründet den Schritt mit einer Straffung der Abläufe und dem Fokus auf Kernthemen wie Wasserstoffproduktion und Brennstoffzellen-Rollout. Übersetzt: Es wird Kapital freigesetzt, um mit weniger Ballast durch die Restrukturierung zu kommen.

Mehr Aktien möglich – Verwässerung bleibt Thema

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Zusätzlich hat Plug Power jüngst die eigene Kapitalflexibilität deutlich erhöht. Aktionäre stimmten einer Satzungsänderung zu, die die Zahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 auf 3,0 Milliarden verdoppelt (wirksam nach Einreichung am 12. Februar).

Das schärft den Blick auf eine bekannte Sorge: mögliche Verwässerung bei künftigem Finanzierungsbedarf. Im Quelltext wird auch auf frühere Kapitalaufnahmen über den Aktienmarkt verwiesen – inklusive eines im September gestarteten Programms, über das bis zu 1 Mrd. Dollar an Aktien platziert werden können.

Die Börse spiegelt diese Unsicherheit wider: Die Aktie schloss am Freitag bei 1,52 Euro und verlor am Tag 6,37%.

Zahlen am 2. März als Richtungsmarker

Am 2. März 2026 legt Plug Power die Zahlen für Q4 2025 und das Gesamtjahr vor. Erwartet werden laut Analystenschätzungen ein EPS-Verlust von 0,10 Dollar (nach –1,65 Dollar im Vorjahresquartal) sowie 218,70 Mio. Dollar Umsatz (Vorjahr: 191,47 Mio. Dollar).

Entscheidend wird dabei weniger der einzelne Quartalswert sein, sondern ob die Zahlen und erste Hinweise aus „Project Quantum Leap“ zeigen, dass Kostensenkungen und operative Anpassungen schnell genug greifen – gerade vor dem Hintergrund der erhöhten Aktienautorisierung und der laufenden Rechtsunsicherheiten.

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