UBS Aktie: US-Lizenz in Reichweite
Die UBS Group rückt einem strategischen Ziel näher: Am Donnerstag erteilte die US-Aufsichtsbehörde OCC der Schweizer Großbank eine erste bedingte Genehmigung für eine National Bank Charter. Damit könnte UBS als erste Schweizer Bank eine vollständige US-Banklizenz erhalten – ein Schritt, der das Geschäft jenseits des Atlantiks auf eine neue Basis stellen würde.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Erste bedingte Genehmigung für US-National Bank Charter erteilt
- Finale Genehmigung könnte 2026 folgen
- Vollbanklizenz würde Zugang zu Girokonten, Sparkonten und Hypotheken ermöglichen
- CEO Ermotti plant, mindestens bis Ende 2026 im Amt zu bleiben
- Quartalszahlen und Kapitalrückgabe-Pläne folgen am 4. Februar
Was die Lizenz bedeutet
Mit dem Antrag vom Oktober 2025 hatte UBS den Prozess eingeleitet, der nun einen entscheidenden Fortschritt verzeichnet. Die bedingte Genehmigung markiert den Abschluss der ersten Phase. Sobald die Bank alle von der Behörde festgelegten Bedingungen erfüllt, könnte die endgültige Zulassung noch in diesem Jahr erfolgen.
Eine vollständige US-Banklizenz würde UBS ermöglichen, das komplette Dienstleistungsspektrum amerikanischer Banken anzubieten. Der US-Markt zählt neben der Schweiz zu den größten Umsatzbringern im Vermögensverwaltungsgeschäft. Chairman Colm Kelleher hatte bereits angedeutet, dass nach Abschluss der Credit-Suisse-Integration weitere Übernahmen im US-Wealth-Management denkbar wären.
Ermotti denkt über Nachfolge nach
Parallel zur Lizenz-News äußerte sich CEO Sergio Ermotti zur Nachfolgefrage. Im Interview mit dem Tages-Anzeiger bekräftigte er, die Credit-Suisse-Integration abschließen und mindestens bis Ende 2026 oder Frühjahr 2027 im Amt bleiben zu wollen. Auf die Frage nach einem internen Nachfolger antwortete er: „Ich hoffe es."
Als mögliche Kandidaten aus den eigenen Reihen gelten Asset-Management-Chef Aleksandar Ivanovic, COO Bea Martin, Americas-Präsident Robert Karofsky und Asia-Pacific-Chef Iqbal Khan. In der Schweiz werden im Zuge der Integration rund 3.000 Stellen abgebaut – hauptsächlich durch natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen.
Streit um Kapitalregeln belastet
Während die US-Expansion Fortschritte macht, schwelt der Konflikt mit den Schweizer Behörden weiter. UBS hatte die vom Bundesrat vorgeschlagenen verschärften Kapitalanforderungen in ihrer offiziellen Stellungnahme scharf kritisiert. Die Bank bezeichnete die geplanten Regeln als „exzessiv, unverhältnismäßig und nicht international ausgerichtet".
Die vorgeschlagene vollständige Eigenkapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften würde zusätzliche CET1-Kapitalanforderungen von rund 23 Milliarden Dollar bedeuten. Laut UBS würden daraus jährliche Mehrkosten von etwa 1,7 Milliarden Dollar entstehen. Die Bank argumentiert, dass sie dadurch gegenüber europäischen und US-Wettbewerbern um mindestens 50 Prozent höhere Kapitalanforderungen tragen müsste.
Seit Anfang Dezember hat die Aktie dennoch deutlich zugelegt. Berichte über eine mögliche Abschwächung der Vorschriften durch die Regierung hatten die Titel gestützt.
Zahlen und Ausblick
Am 4. Februar legt UBS die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor. Gleichzeitig wird die Bank ihre Kapitalrückgabe-Pläne für 2026 kommunizieren. Für 2025 waren Aktienrückkäufe von bis zu drei Milliarden Dollar sowie eine Dividendenerhöhung von etwa zehn Prozent geplant.
Die Bank hält an ihrem Ziel einer bereinigten Eigenkapitalrendite von rund 15 Prozent und einer Cost-Income-Ratio unter 70 Prozent bis Ende 2026 fest. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei 49,31 Dollar. Bank of America hatte im Dezember das Rating auf „Buy" angehoben und das Kursziel von 44 auf 60,30 Dollar erhöht.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 17. Januar liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








