Thyssenkrupp Aktie: Kritische Stunden!
Bei Thyssenkrupp verdichtet sich im März vieles auf einen Punkt: Der Konzern muss gleich mehrere Umbau-Baustellen parallel sortieren – und jede davon kann den weiteren Kurs der Transformation prägen. Im Fokus stehen die Zukunft der Handelssparte Materials Services und die laufende Prüfung eines Stahl-Verkaufs. Kann das Management jetzt schnell genug greifbare Fortschritte liefern?
Materials Services: Drei Optionen, eine Bedingung
Das strategisch wohl wichtigste Thema betrifft Materials Services, das lukrative Handelsgeschäft. Intern werden mehrere Wege geprüft: Abspaltung, Börsengang oder Verkauf. Ein IPO wäre Insidern zufolge sogar schon im Herbst 2026 denkbar.
Die Sparte hat Gewicht: Im Geschäftsjahr 2024/25 standen 11,4 Milliarden Euro Umsatz zu Buche, dazu mehr als 15.000 Mitarbeiter. Trotzdem ist der nächste Schritt an eine klare operative Hürde geknüpft. Thyssenkrupp macht die Entscheidung davon abhängig, dass Materials Services bis Ende März im laufenden zweiten Geschäftsquartal eine bessere Performance zeigt.
Zusätzlich steht eine Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) im Raum. Das könnte bei Anteilsverkäufen mehr Kontrolle ermöglichen.
Stahlgeschäft: Due Diligence läuft – Meilensteine gesetzt
Parallel laufen vertrauliche Gespräche mit Jindal Steel International über einen möglichen Verkauf von Thyssenkrupp Steel Europe. Die Due Diligence schreitet voran – ein zentraler Prozess, weil er die Basis für einen möglichen Deal liefert.
Bei der Stahl-Neuausrichtung sind bereits konkrete Etappen erreicht: Der Tarifvertrag wurde im Dezember 2025 abgeschlossen. Im Februar 2026 folgte ein Term Sheet mit Salzgitter. Und beim Thema HKM ist der Zeitplan klar: Die HKM-Anteile sollen zum 1. Juni 2026 an Salzgitter übergehen.
Operativ setzt Thyssenkrupp zudem ein Signal: Die Stahlsparte hat einen Liefervertrag mit BMW für das Modell iX3 ab 2026 gesichert. Geliefert werden soll CO₂-reduzierter Stahl der Marke „bluemint“. Der Deal gilt als Hinweis, dass das Stahlgeschäft trotz Umbau wettbewerbsfähig bleibt.
Zahlen und Börsenbild: EBIT besser, Verlust durch Umbaukosten
Im ersten Quartal 2025/26 sank der Umsatz marktbedingt um 8% auf 7,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig stieg das bereinigte EBIT um 10% auf 211 Millionen Euro – unter anderem dank Beiträgen aus dem APEX-Performanceprogramm. Unter dem Strich stand jedoch ein Nettoverlust von 334 Millionen Euro, vor allem wegen Restrukturierungskosten bei Steel Europe von 401 Millionen Euro.
An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage in Zurückhaltung. Die Aktie liegt heute bei 9,60 Euro und damit rund 10% unter dem 50-Tage-Durchschnitt (10,71 Euro). Auf Wochensicht steht ein Minus von 10,80% zu Buche.
Im Kalender ist der nächste Fixpunkt bereits markiert: Am 12. Mai 2026 legt Thyssenkrupp den Halbjahresbericht vor – mit Blick auf drei operative Prüfsteine: Fortschritte bei den Gesprächen mit Jindal, die geforderte bessere Performance bei Materials Services bis Ende März sowie die fristgerechte HKM-Übertragung zum 1. Juni 2026.
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