Die Heidelberg Materials-Aktie stürzte am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit Oktober – Grund sind Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zum EU-Emissionshandel. Das Papier verlor 9,7 Prozent auf 192,65 Euro. Was auf den ersten Blick wie eine normale Korrektur wirkt, erschüttert das gesamte Investmentcase des Zementherstellers.

Beim Gipfeltreffen energieintensiver Industrien in Antwerpen machte Merz deutlich: Das EU-Emissionshandelssystem (ETS) steht zur Disposition. Wegen hoher CO2-Preise und deren Auswirkung auf Chemie- und Zementbranche erwägt die Politik eine Überarbeitung oder Verschiebung des Systems. „Sofern das nicht erreichbar ist und sofern das nicht das richtige Instrument ist, sollten wir sehr offen sein, es zu überarbeiten oder zumindest zu verschieben", so Merz.

Vorteil wird zum Nachteil

Die Ironie der Situation: Heidelberg Materials galt bisher als Profiteur strengerer Klimaschutzmaßnahmen. Der Konzern hat eine branchenführende Position bei der Dekarbonisierung und CO2-Abscheidung aufgebaut. Anleger rechneten mit deutlichen Kostenvorteilen, sobald die Ausgabe kostenloser Emissionszertifikate endet – dann wären weniger fortschrittliche Wettbewerber im Nachteil gewesen.

Diese Strategie steht nun auf der Kippe. Werden kostenlose Zertifikate verlängert oder das System aufgeweicht, verpuffen die Milliardeninvestitionen in grüne Technologie als Wettbewerbsvorteil. Die frühen Investitionen waren teuer – rentieren sollten sie sich erst durch strengere Regeln.

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Seit Wochen unter Druck

Bereits Anfang Februar hatte das Handelsblatt unter Berufung auf einen hochrangigen EU-Beamten über eine mögliche Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate berichtet. Seither hat die Aktie 18,5 Prozent eingebüßt. Charttechnisch hat sich das Bild deutlich eingetrübt: Die Aktie notiert unter den gleitenden Durchschnitten SMA20 (228,30 Euro) und SMA50 (224,90 Euro).

Die nächste kritische Unterstützung liegt bei 200 bis 202 Euro, wo der 200-Tage-Durchschnitt verläuft. Erst eine Rückkehr über 220 bis 225 Euro würde die technische Lage wieder entspannen. Bis dahin dominieren die Bären das Geschehen.

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