Die Schweizer Großbank UBS krempelt ihr Aufsichtsgremium um. Gleich drei langjährige Verwaltungsratsmitglieder verlassen das Kontrollgremium, während das Institut für die Generalversammlung am 15. April drei Neuzugänge nominiert hat. Der personelle Umbruch bringt internationale Schwergewichte aus Zentralbanken und dem Silicon Valley in die oberste Führungsebene.

Zentralbanker und Apple-Manager rücken nach

Mit Agustín Carstens holt sich die UBS einen der profiliertesten Notenbanker der Welt ins Haus. Der Mexikaner leitete bis Juni 2025 die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und war zuvor Gouverneur der mexikanischen Zentralbank. Seine Expertise in Finanzregulierung dürfte in Zeiten verschärfter Aufsicht nach der Credit-Suisse-Übernahme besonders wertvoll sein.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?

Luca Maestri ergänzt das Gremium durch operative Finanzkompetenz aus der Technologiebranche. Der Italiener war über ein Jahrzehnt Finanzchef bei Apple und verantwortet dort heute als Vizepräsident für Corporate Services wesentliche Unternehmensbereiche. Zuvor sammelte er Führungserfahrung bei Xerox, Nokia Siemens Networks und General Motors.

Prominente Abgänge nach langer Amtszeit

Der Wechsel an der Spitze hat Gewicht: Vizepräsident Lukas Gähwiler beendet nach 45 Jahren in der Finanzbranche seine Karriere und geht in den Ruhestand. Für ihn soll Markus Ronner nachrücken. Zusätzlich stehen William C. Dudley und Jeanette Wong nicht mehr zur Wiederwahl bereit. Damit verliert der Verwaltungsrat drei Mitglieder mit langjähriger Erfahrung in der Bankenaufsicht.

Immobilienfonds werden zusammengelegt

Parallel zur Führungsrochade strukturiert die UBS ihr Immobiliengeschäft neu. Zum 1. April fusionieren die Fonds UBS Mixed Urban und UBS Direct Urban. Der Direct Urban wird rückwirkend zum 31. Dezember 2025 aufgelöst, was für Anleger eine außerordentliche Ausschüttung der Nettoerträge aus dem zweiten Halbjahr 2025 bedeutet.

Die Aktie notiert bei 35,07 Euro und hat in den vergangenen 30 Tagen knapp 13 Prozent verloren. Die Generalversammlung am 15. April wird zeigen, wie die Aktionäre die strategische Neuausrichtung im Führungsgremium bewerten.

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...