Der Schweizer Bankgigant krempelt seinen Verwaltungsrat um. Auf der Hauptversammlung im April stehen bedeutende Personalentscheidungen an – und eine Nominierung fällt dabei besonders ins Auge.

UBS will gleich zwei prominente Neuzugänge in den Verwaltungsrat holen: Agustín Carstens, den ehemaligen Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, und Luca Maestri, der über ein Jahrzehnt als Finanzchef bei Apple tätig war. Die Hauptversammlung am 15. April 2026 soll darüber entscheiden.

Regulierungs-Experte und Tech-Veteran

Carstens bringt beeindruckende Referenzen mit: Von 2017 bis Juni 2025 leitete er die BIZ, zuvor war er Gouverneur der mexikanischen Zentralbank und sogar Finanzminister seines Landes. Seine Expertise in Finanzregulierung dürfte für UBS nach der turbulenten Credit-Suisse-Integration von Wert sein.

Maestri kommt direkt aus dem Silicon Valley. Der Italiener war seit 2013 bei Apple, zunächst als Finanzchef, zuletzt als Vizepräsident der Unternehmensdienste. Davor sammelte er über zwei Jahrzehnte Erfahrung bei General Motors in verschiedenen Ländern – unter anderem als Finanzchef für GM Europa mit Sitz in Zürich.

Chairman Colm Kelleher zeigt sich zufrieden: Die beiden würden dem Verwaltungsrat "herausragende Regulierungskenntnisse und umfassende CFO-Fähigkeiten" bringen. Eine Kombination, die nach der Integration der Credit Suisse durchaus Sinn ergibt.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?

Drei Abgänge gleichzeitig

Im Gegenzug verlassen drei langjährige Mitglieder das Gremium. Vizepräsident Lukas Gähwiler beendet nach 45 Jahren im Bankgeschäft seine Karriere. Als letzter Chairman der Credit Suisse AG hatte er eine Schlüsselrolle bei der Fusion gespielt.

Ebenfalls nicht mehr zur Wiederwahl stehen William C. Dudley und Jeanette Wong nach sieben Jahren im Verwaltungsrat. Beide waren in verschiedenen Ausschüssen aktiv, darunter Risk, Audit und Compensation.

Die Umbesetzung markiert einen klaren Schnitt: Raus gehen die Credit-Suisse-Veteranen und Fed-Vertreter, rein kommen Tech-Kompetenz und internationale Zentralbank-Erfahrung. Eine strategische Neuausrichtung, die den veränderten Anforderungen an die größte Schweizer Bank Rechnung trägt.

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...