UBS Aktie: CEO bleibt
Die UBS will ihren Chef Sergio Ermotti länger an der Spitze halten als geplant. Der Grund ist weniger Personalpolitik als ein zäher Konflikt mit dem Schweizer Bund über deutlich strengere Kapitalregeln. Wie viel Spielraum bleibt der Bank, wenn die Anforderungen tatsächlich auf das neue Niveau steigen?
Kapitalregeln setzen den Takt
Nach Berichten der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom Wochenende plant die UBS, Ermotti über den bisher vorgesehenen Zeitpunkt im April 2027 hinaus im Amt zu lassen. Gleichzeitig hat das Management die Nachfolgersuche offiziell ausgesetzt. In den laufenden Verhandlungen mit der Politik gilt Ermotti demnach als zentrale Figur.
Im Kern geht es um einen Vorstoß von Finanzministerin Karin Keller-Sutter: Der Bund will künftig, dass Auslandstöchter zu 100% abgesichert werden. Aktuell liegt die regulatorische Vorgabe bei 60%. Für einen international aufgestellten Konzern wie die UBS wäre das kein Detail, sondern eine Veränderung mit spürbaren Folgen für die Bilanz.
Bis zu 26 Mrd. Dollar zusätzliches Eigenkapital
Die potenzielle Dimension ist groß: Um die geforderte Vollabsicherung zu erfüllen, müsste die UBS laut Bericht bis zu 26 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Eigenkapital aufbauen. Eine schnelle Einigung zeichnet sich dabei nicht ab. Die endgültige Klärung der neuen Regeln könnte sich nach den aktuellen Einschätzungen bis mindestens 2028 hinziehen.
Das erklärt auch, warum die Bank bei der Führungsspitze auf Kontinuität setzt. Solange der regulatorische Rahmen offen ist, wird jede langfristige Planung – auch in der Chefetage – schwieriger.
Strategische Optionen und Integration der Credit Suisse
Parallel prüft das Management laut Bericht strategische Szenarien, abhängig vom Ausgang der Debatte. Genannt werden ein regulärer Verbleib in der Schweiz, ein möglicher Wegzug des Hauptsitzes oder auch eine Übernahme.
Operativ bleibt ein Großprojekt im Fokus: die Eingliederung der übernommenen Credit Suisse. Der Abschluss der Integration ist unverändert für Ende 2026 vorgesehen.
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit der vergangenen Wochen zumindest teilweise wider: Auf 30-Tage-Sicht liegt die Aktie bei -11,68% und schloss am Freitag bei 35,07 Euro. Ein wichtiger Termin bleibt damit unverändert: Spätestens bis Ende 2026 soll die Credit-Suisse-Integration abgeschlossen sein – während die Kapitalfrage politisch wohl noch deutlich länger auf der Uhr bleibt.
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