Bei Plug Power wird es juristisch eng. Mehrere große US-Kanzleien trommeln Anleger für eine Sammelklage zusammen – im Kern geht es um den Vorwurf, das Unternehmen habe seine Infrastruktur-Pläne und vor allem eine entscheidende staatliche Finanzierung zu rosig dargestellt. Damit rückt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Glaubwürdigkeit der Kommunikation in den Fokus.

Streit um DOE-Kredit

Im Zentrum der Klage steht ein erwarteter Kredit über 1,66 Milliarden US-Dollar vom US-Energieministerium (Department of Energy). Laut den eingereichten Klageschriften soll Plug Power Investoren mit „wesentlich falschen und irreführenden“ Aussagen über diese Finanzierung im Unklaren gelassen haben.

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Die Verfahren werden unter anderem von Rosen Law Firm, Pomerantz LLP, Bleichmar Fonti & Auld LLP sowie Bronstein, Gewirtz & Grossman LLC vorangetrieben. Adressiert sind Anleger, die im Zeitraum vom 17. Januar 2025 bis zum 13. November 2025 Wertpapiere des Unternehmens gekauft haben.

Vom Großplan zu kleineren Projekten

Die Kläger behaupten, das Management habe die Wahrscheinlichkeit, die DOE-Mittel tatsächlich zu erhalten, deutlich übertrieben. Genau dieses Geld sei aber nötig gewesen, um mehrere geplante Wasserstoff-Produktionsanlagen zu bauen.

Als die Finanzierung nicht in der öffentlich kommunizierten Form zustande kam, sei Plug Power gezwungen gewesen, die Strategie zu drehen – weg von den großen Ausbauplänen hin zu „deutlich bescheideneren“ Projekten. Das ist der Kernpunkt: Nicht die bloße Verzögerung, sondern die behauptete Diskrepanz zwischen Darstellung und operativer Realität.

Eine zentrale praktische Frage für betroffene Anleger lautet: Wer übernimmt in der Sammelklage die Rolle des „Lead Plaintiff“? Dafür ist eine Frist gesetzt – bis 3. April 2026 kann ein entsprechender Antrag gestellt werden.

Kurs unter Druck – auch heute

Die Finanzierungsdiskussionen spiegelten sich laut Quellbericht bereits im vierten Quartal 2025 in heftigen Marktreaktionen wider, unter anderem rund um den Rücktritt von CEO Andrew Marsh und Präsident Sanjay Shrestha sowie die spätere Aussetzung der DOE-Kreditaktivitäten.

Heute zeigt sich, dass der Titel weiterhin angeschlagen ist: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 1,52 Euro, auf 30 Tage gerechnet steht ein Minus von 15,14% zu Buche.

Zum nächsten Meilenstein wird nun der 3. April 2026: Dann endet die Frist für den Lead-Plaintiff-Antrag – ein Datum, das den weiteren Verlauf und die Organisation der Sammelklage maßgeblich mitbestimmt.

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