SoftBank Aktie: Investoren zuversichtlich.
Die aggressive Wette auf künstliche Intelligenz beginnt Früchte zu tragen. Nachdem der japanische Tech-Investor lange mit der Volatilität seines Portfolios kämpfte, sorgt nun vor allem die Beteiligung am ChatGPT-Entwickler OpenAI für volle Kassen. Das gestern gemeldete vierte Gewinnquartal in Folge markiert eine deutliche Wende, doch der Preis für diesen Erfolg ist eine steigende Verschuldung.
Milliarden-Gewinn durch KI-Fokus
Im abgelaufenen Quartal (Oktober bis Dezember 2025) verbuchte SoftBank einen Nettogewinn von 248,6 Milliarden Yen (etwa 1,62 Milliarden Dollar). Dies stellt einen signifikanten Turnaround gegenüber den Verlusten des Vorjahreszeitraums dar. Verantwortlich für die schwarzen Zahlen ist primär die steigende Bewertung der OpenAI-Beteiligung, die SoftBank mittlerweile zu rund 11 Prozent gehört.
Der Buchgewinn aus dieser Position wurde Ende Dezember auf beachtliche 19,8 Milliarden Dollar geschätzt. Dieser Wertzuwachs war entscheidend, um den Vision Fund mit einem Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar ins Plus zu hieven und Abschreibungen bei anderen Startups zu kompensieren. Auf Neun-Monats-Sicht kletterte der Konzerngewinn dadurch auf fast 3,2 Billionen Yen – eine Verfünffachung.
Portfolio-Umbau treibt Verschuldung
Um die KI-Ambitionen zu finanzieren, baut der Konzern sein Portfolio radikal um. SoftBank trennte sich von Aktienpaketen an Nvidia und T-Mobile im Wert von mehreren Milliarden Dollar. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen die Kreditaufnahme, die durch Kernbeteiligungen wie den Chipdesigner Arm besichert ist.
Diese Strategie hinterlässt Spuren in der Bilanz: Die Verschuldungsquote (Loan-to-Value) stieg bis Ende Dezember auf 20,6 Prozent an, verglichen mit 16,5 Prozent drei Monate zuvor. Auch die Barreserven sanken leicht auf 3,8 Billionen Yen. Das Management betont zwar, über ausreichend Liquidität für Anleiherückzahlungen der kommenden zwei Jahre zu verfügen, die finanzielle Flexibilität hat sich jedoch verringert.
IPO-Pläne und operative Schritte
Neben den Finanzkennzahlen sorgt eine Tochtergesellschaft für Fantasie: Der Zahlungsdienstleister PayPay hat offiziell den Börsengang in den USA bei der dortigen Aufsichtsbehörde SEC beantragt. Dies könnte mittelfristig frisches Kapital in die Kassen spülen.
Operativ vertieft SoftBank die Zusammenarbeit mit seinem wichtigsten Portfoliounternehmen. Noch in diesem Monat soll in Partnerschaft mit OpenAI ein KI-Support-Dienst für japanische Firmen starten. Bezüglich einer potenziellen Teilnahme an neuen Finanzierungsrunden für OpenAI hielt sich Finanzchef Yoshimitsu Goto bedeckt – hier sei noch keine Entscheidung gefallen.
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