UBS Aktie: Aktiv zum Jahresstart
Die UBS dreht zum Jahresbeginn an mehreren Stellschrauben: neue Anleihen zur Finanzierung, ein prominenter Neuzugang für das Asien-Geschäft und deutlich formulierte Marktprognosen – vom Goldpreis bis zu Technologiewerten. Wie fügt sich dieses Bündel an Maßnahmen zu einem Gesamtbild für die Großbank zusammen?
Die Fakten im Überblick
- Neue Euro-Benchmark-Anleihen der UBS Group AG mit Stabilisierungsrahmen bis 11. Februar 2026
- Strategische Personalie: Neuer CIO für Südostasien, Indien und APAC im Wealth Management
- Aggressive Gold-Prognose von 5.000 US-Dollar je Unze bis Ende Q1 2026
- UBS-Analysten treiben Kursziele bei Tech-Werten wie Micron Technology deutlich nach oben
- Alternative Anlagen sollen in institutionellen Portfolios vom Zusatzbaustein zum Kernbestandteil werden
- UBS-Aktie zuletzt bei 47,25 US-Dollar, rund 34 % Plus auf 30-Tage-Sicht
Kapitalstruktur: Neue Anleihen mit Stabilisierungsrahmen
Auf der Finanzierungsseite bereitet UBS die Platzierung neuer Euro-Benchmark-Anleihen der UBS Group AG vor. Es handelt sich um sogenannte Senior HoldCo-Anleihen, also Schuldverschreibungen auf Holding-Ebene.
Dazu hat die Investmentbank eine „Pre-Stabilisation Notice“ veröffentlicht. Der Stabilisierungszeitraum startet am 7. Januar 2026 und läuft spätestens bis zum 11. Februar 2026. Als Stabilisierungsmanager fungiert die UBS AG London Branch, zusätzlich ist ein Greenshoe von bis zu 5 % des Gesamtnennbetrags vorgesehen.
Mit solchen Instrumenten steuert die Bank Liquidität und Refinanzierungsstruktur gezielt. Für Aktionäre ist das ein Hinweis auf aktives Bilanzmanagement – ein Punkt, der in der aktuellen Phase steigender regulatorischer Anforderungen durchaus Bedeutung hat. Parallel dazu notiert die Aktie mit 47,25 US-Dollar nur knapp unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von 48,11 US-Dollar und rund 28 % über dem 50‑Tage-Durchschnitt, was die jüngste Dynamik unterstreicht.
Asien-Fokus im Wealth Management
Strategisch rückt UBS das Wealth Management in Asien stärker in den Vordergrund. Die Bank hat James Cheo als neuen Chief Investment Officer für Südostasien und Indien sowie für die Region Asien-Pazifik (APAC) verpflichtet.
Cheo kommt von HSBC Global Private Banking und bringt über 20 Jahre Erfahrung in Multi-Asset-Strategien mit. Zudem war er zuvor bei der Monetary Authority of Singapore tätig. Amtsantritt ist der 30. März. Mit dieser Personalie schärft UBS ihre Investmentkompetenz in einer Region, die für das Vermögensverwaltungsgeschäft zu den zentralen Wachstumsmärkten zählt.
Die Botschaft ist klar: Während regulatorische und margenseitige Herausforderungen in etablierten Märkten zunehmen, soll in Asien weiteres Wachstum erschlossen werden – und zwar mit einem sichtbar profilierterem CIO-Team.
Gold, Rohstoffe und Tech: UBS als Meinungsführer
Besonders aufmerksam verfolgt der Markt derzeit die rohstoffseitigen Prognosen der Bank. Dominic Schnider, CIO bei UBS Global Wealth Management, stellt einen sehr starken Gold-Bullenmarkt in Aussicht. Das Haus sieht den Goldpreis bis Ende des ersten Quartals 2026 bei 5.000 US-Dollar pro Unze.
Begründet wird diese Einschätzung mit mehreren Faktoren:
- anhaltenden Käufen von Zentralbanken
- steigenden Haushaltsdefiziten
- geopolitischen Spannungen
- sinkenden US-Realzinsen
Darüber hinaus spricht UBS von einem breiten „Commodities Bull Market“. Angebotsengpässe und die Energiewende sollen insbesondere bei Industriemetallen wie Kupfer und Aluminium für zusätzliches Aufwärtspotenzial sorgen. Dass eine globale Großbank diese Sicht so deutlich formuliert, verleiht dem Thema zusätzliche Marktwirkung.
Parallel setzen die Analysten der UBS im Technologiesektor Akzente:
- Micron Technology: Kaufempfehlung bestätigt, Kursziel am 7. Januar 2026 von 300 auf 400 US-Dollar angehoben. Begründung ist ein KI-getriebener Speicherzyklus, in dem die Nachfrage das Angebot klar übersteigen soll.
- ASX Limited: Hochstufung von „Sell“ auf „Neutral“, da nach Einschätzung der Bank die wesentlichen Risiken im Kurs eingepreist sind.
- Dine Brands: Deutliche Anhebung des Kursziels von 21 auf 35 US-Dollar.
Diese Schritte unterstreichen die Rolle von UBS als Taktgeber für Anlegerstimmung – nicht nur bei Rohstoffen, sondern auch in Tech und ausgewählten Einzeltiteln.
Alternative Anlagen rücken ins Zentrum
Auf der institutionellen Seite setzt UBS ebenfalls neue Akzente. In der aktuellen Publikation „Red Thread“ von UBS Asset Management wird eine klare Neubewertung alternativer Anlagen formuliert.
Kernthese: Alternative Investments haben ihren Charakter als reine Beimischung verloren und sollen künftig als strategischer Kernbestandteil („Core“) institutioneller Portfolios verstanden werden. Dazu zählen typischerweise Anlageklassen wie Private Equity, Infrastruktur oder Immobilien, die abseits klassischer Aktien- und Anleihenmärkte liegen.
Diese Sichtweise deutet auf eine Anpassung der Beratungsansätze hin. Komplexere Produkte und eine stärkere Gewichtung illiquider Anlagen können im institutionellen Geschäft höhere Margen ermöglichen – ein Feld, in dem UBS traditionell stark positioniert ist.
Fazit: Breite Aktivität spiegelt ambitionierten Anspruch
Zum Jahresstart 2026 präsentiert sich UBS auf mehreren Ebenen in Bewegung: Die Bank optimiert ihre Refinanzierung über neue Senior HoldCo-Anleihen, verstärkt ihr Wealth-Management-Profil in Asien mit einem erfahrenen CIO und tritt zugleich mit markanten Rohstoff- und Tech-Prognosen als Meinungsführer auf. Hinzu kommt ein klarer strategischer Vorstoß, alternative Anlagen als Kernbaustein institutioneller Portfolios zu verankern.
In Summe zeichnet sich ein Bild eines Hauses ab, das seine Kapitalbasis strukturiert steuert, Wachstumsregionen wie Asien fokussiert adressiert und seine Research-Power nutzt, um Markttrends aktiv mitzuprägen – Rahmenbedingungen, die auch den zuletzt kräftigen Kursanstieg der UBS-Aktie einordnen helfen.
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