TUI Aktie: Rekordquartal erreicht
TUI überrascht mit dem besten ersten Quartal der Unternehmensgeschichte – und das trotz erheblicher Belastungen durch Hurrikan Melissa. Der Touristikkonzern übertraf die Analystenerwartungen deutlich und kehrt erstmals seit 2019 mit einer Dividendenzahlung zu den Aktionären zurück. Doch während die Zahlen glänzen, mehren sich Sorgen über die Buchungslage.
Die wichtigsten Fakten:
* Operatives Ergebnis von 77 Mio. Euro übertrifft Erwartungen um 15%
* Kreuzfahrtsparte steigert Ergebnisbeitrag um fast 30 Mio. Euro
* Erste Dividende seit Pandemie: 0,10 Euro je Aktie ausgezahlt
* Vorausbuchungen liegen unter Vorjahresniveau
Hurrikan kostet 21 Millionen Euro
Das operative Ergebnis (Underlying EBIT) kletterte im ersten Geschäftsquartal 2026 (Oktober bis Dezember 2025) auf 77 Millionen Euro – ein Plus von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten lediglich 66,7 Millionen Euro erwartet.
Bemerkenswert: Das Rekordergebnis wurde trotz massiver Einmalbelastungen erreicht. Hurrikan Melissa hatte Hotels der Marken RIU und Royalton in Jamaika schwer beschädigt. Die betroffenen Unterkünfte blieben das gesamte Quartal geschlossen – Kosten von rund 21 Millionen Euro belasteten das Ergebnis.
Kreuzfahrten mit Vollauslastung
Die Kreuzfahrtsparte entwickelte sich zum klaren Wachstumstreiber. TUI erhöhte die Kapazität um 16 Prozent, während die Auslastung um drei Prozentpunkte zulegte und sich der Vollauslastung näherte. Der Ergebnisbeitrag von TUI Cruises sprang um knapp 30 Millionen Euro auf 62,7 Millionen Euro.
Auch der Bereich Holiday Experiences verbesserte sich um 18 Millionen Euro – obwohl die Jamaika-Schäden hier durchschlugen. Die durchschnittlichen Tagesraten stiegen um drei Prozent.
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Analysten sehen Nachfrageschwäche
Bei der Hauptversammlung gestern in Hannover bestätigte das Management die Jahresprognose: Der Umsatz soll um 2 bis 4 Prozent wachsen, das operative Ergebnis um 7 bis 10 Prozent steigen.
Doch Analysten reagieren zunehmend skeptisch. Bernstein sprach von einem „erheblichen Nachfragerückgang" bei den Vorausbuchungen für Winter und Sommer. CEO Sebastian Ebel erklärte die schwächeren Zahlen mit schlechtem Wetter in Deutschland und Großbritannien, das zu weniger Besuchen in den Reisebüros geführt habe. Zudem verschiebe sich die Nachfrage von den USA nach Asien.
Die Nettoverschuldung verbesserte sich um 500 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Der Zinsaufwand sank um 10 Millionen Euro – Resultat der Restrukturierung des Leasing-Portfolios und der Übernahme von Kreuzfahrtschiffen in Eigenbesitz.
Kurs erholt sich nach Dividendenabschlag
Die Aktie notierte am Veröffentlichungstag zeitweise 3,7 Prozent im Minus. Gestern erfolgte der Dividendenabschlag, das Papier schloss bei 8,28 Euro. Heute zeigt sich eine Erholung auf 8,39 Euro. Die Ausschüttung von 0,10 Euro je Aktie wurde heute an die Aktionäre ausgezahlt – ein Signal der Normalisierung nach den Pandemiejahren, aber auch ein Balanceakt zwischen Ausschüttung und notwendigen Investitionen in einer Phase schwächerer Vorausbuchungen.
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