TUI liefert zum Start ins Geschäftsjahr 2026 ein operatives Rekord-Quartal ab – ausgerechnet in der sonst eher zähen Wintersaison. Parallel stimmt die Hauptversammlung heute in Hannover über die Rückkehr zur Dividende ab. Kommt damit nach der operativen Erholung auch die Normalität für Aktionäre zurück?

Rekord im Winterquartal – Kreuzfahrt treibt

Im ersten Geschäftsquartal (Oktober bis Dezember 2025) hat der Reisekonzern sein bereinigtes EBIT deutlich gesteigert. Das ist bemerkenswert, weil dieses Quartal traditionell als schwächer gilt.

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Ein zentraler Treiber war das Kreuzfahrtgeschäft: Das Segment-Ergebnis sprang um mehr als 70% auf 82,3 Mio. Euro. Gegenwind gab es trotzdem. Ein Hurrikan in Jamaika belastete das Ergebnis laut Unternehmen mit rund 10 Mio. Euro. Unterm Strich konnte TUI den Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahr nahezu halbieren.

Die wichtigsten Fakten aus Q1 (GJ 2026):
- Umsatz: ca. 4,9 Mrd. Euro (stabil zum Vorjahr)
- Bereinigtes EBIT: 77,1 Mio. Euro (Vorjahr: 50,9 Mio. Euro)
- Gäste im Konzern: 7,1 Mio. im Quartal
- Belastung: ca. 10 Mio. Euro durch Hurrikan-Auswirkungen in Jamaika

An der Börse zeigte sich zuletzt dennoch Zurückhaltung: Der Kurs liegt heute bei 9,03 Euro, nach 9,39 Euro gestern.

Prognose steht – und die Dividende ist das Signal

Mit den Zahlen bestätigt das Management den Ausblick für das Gesamtjahr 2026. Erwartet werden weiterhin +2 bis +4% Umsatzwachstum sowie +7 bis +10% beim bereinigten EBIT (auf Basis konstanter Wechselkurse).

Auf der heutigen Hauptversammlung geht es zudem um einen Schritt, auf den viele Aktionäre lange gewartet haben: TUI will erstmals seit der Corona-Zeit wieder eine Dividende zahlen. Vorgeschlagen ist eine Starter-Dividende von 0,10 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Im Kontext der Rekordzahlen wirkt das wie ein bewusst gesetzter Marker: Die Erholung soll nicht nur operativ sichtbar sein, sondern auch wieder im Aktionärs-Portemonnaie ankommen.

Zweitmarke: Rückkehr in günstigere Pauschalreisen

Neben Zahlen und Dividende skizzierte CEO Sebastian Ebel auch die strategische Richtung. TUI plant, mit einer Zweitmarke wieder stärker ins Segment günstigerer Pauschalreisen zu gehen. Hintergrund ist die Nachfrage preissensibler Kundengruppen – und laut Unternehmen auch Marktlücken, die durch das Ausscheiden von Wettbewerbern entstanden sind.

Unterm Strich liefert TUI zum Jahresauftakt operativ ab, hält die Prognose stabil und stellt mit der geplanten Dividende die Weichen Richtung „Normalbetrieb“ – die Entscheidung dazu fällt heute auf der Hauptversammlung.

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