TUI Aktie: Unruhen erkennbar!
TUI meldet das beste operative Ergebnis für ein erstes Quartal seit der Fusion 2014 und übertrifft damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Dennoch reagiert der Markt verschnupft und schickt das Papier auf Talfahrt. Während die Bilanzsanierung Früchte trägt, sorgt eine unerwartete Buchungsdelle im wichtigen Sommergeschäft für Skepsis unter den Anlegern.
Die wichtigsten Fakten:
* Bereinigtes EBIT: Anstieg auf 77 Millionen Euro (Vorjahr: 51 Millionen Euro).
* Buchungslage: Sommerumsätze liegen aktuell 2 Prozent unter Vorjahr.
* Dividende: Rückkehr zur Ausschüttung mit 0,10 Euro je Aktie.
* Kursentwicklung: Aktuell 8,74 Euro (minus 4,75 Prozent auf Wochensicht).
Operative Stärke trifft auf Nachfragesorgen
Der Touristikkonzern konnte im ersten Geschäftsquartal 2026 (Oktober bis Dezember 2025) operativ überzeugen. Mit einem bereinigten EBIT von 77 Millionen Euro übertraf TUI nicht nur den Vorjahreswert deutlich, sondern schlug auch die Prognosen der Analysten, die im Schnitt nur mit rund 67 Millionen Euro gerechnet hatten. Dies ist bemerkenswert, da das erste Quartal in der Reisebranche traditionell schwächer ausfällt. Selbst Belastungen durch Hurrikan Melissa in Jamaika konnten das Ergebnis nicht ins Negative drehen.
Trotz dieser fundamentalen Verbesserungen und einer um fast 500 Millionen Euro reduzierten Nettoverschuldung dominiert an der Börse die Vorsicht. Der Aktienkurs gab in den letzten sieben Tagen um fast 5 Prozent nach und notiert derzeit bei 8,74 Euro.
Buchungslage drückt Stimmung
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Der Grund für die Zurückhaltung der Investoren liegt in der Zukunft: Die Vorausbuchungen für den Sommer 2026 schwächeln. Zwar wurden bis Anfang Februar 4,8 Millionen Reisen verkauft, doch die gebuchten Umsätze liegen zwei Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.
Das Management führt dies auf ein verändertes Konsumentenverhalten zurück. Der Trend geht laut Vorstand spürbar zu Last-Minute-Buchungen, was die Planungssicherheit verringert. Zudem beobachtet der Konzern eine Verschiebung der Reiseziele: Während die Nachfrage nach den USA abnimmt, gewinnen asiatische Destinationen an Beliebtheit. Diese Unsicherheit hinsichtlich der Sommersaison, in der Reisekonzerne den Großteil ihrer Jahresgewinne erwirtschaften, wiegt für Anleger derzeit schwerer als der erfolgreiche Start ins Jahr.
Dividende und Ausblick
Positiv für langfristige Investoren ist die Rückkehr zur Normalität bei der Gewinnverwendung. Die Hauptversammlung billigte die erste Dividendenzahlung nach der Corona-Pandemie in Höhe von 0,10 Euro je Aktie. Da der heutige Mittwoch der Ex-Dividenden-Tag ist, wird der Kursabschlag heute optisch durch die Ausschüttung verstärkt.
Der Vorstand bestätigt trotz der aktuellen Buchungszurückhaltung seine Jahresprognose. TUI erwartet weiterhin ein Umsatzplus von zwei bis vier Prozent und eine Steigerung des bereinigten EBIT um bis zu zehn Prozent. Ob dieses Ziel erreicht wird, hängt nun maßgeblich davon ab, ob das erhoffte Last-Minute-Geschäft die derzeitige Lücke im Sommer schließen kann.
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