TKMS hat auf seiner ersten Hauptversammlung als eigenständiges Börsenunternehmen ein klares Ausrufezeichen gesetzt. Während der Aktienkurs zuletzt eine Verschnaufpause einlegte, präsentierte der Marineschiffbauer operative Stärke: Ein Rekord-Auftragsbestand und unerwartet angehobene Umsatzziele deuten darauf hin, dass die Wachstumsstory gerade erst beginnt. Doch kann das Management die hohen Erwartungen auch langfristig erfüllen?

Rekordbücher und neue Ziele

Der Börsenneuling nutzte die Bühne der Hauptversammlung am 27. Februar, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Im Mittelpunkt stand dabei eine positive Überraschung bei der Guidance: Statt eines möglichen Umsatzrückgangs erwartet TKMS für das Geschäftsjahr 2025/26 nun ein Wachstum zwischen zwei und fünf Prozent. Auch die Profitabilität soll steigen, mit einer angepeilten bereinigten EBIT-Marge von über sechs Prozent.

Diese Zuversicht fußt auf einem massiven Auftragspolster. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 lagen Bestellungen im Wert von 18,7 Milliarden Euro in den Büchern – ein historischer Höchstwert. Besonders das U-Boot-Programm mit Norwegen und Großaufträge für die Deutsche Marine treiben diese Entwicklung. Um diesen Berg an Arbeit abzuarbeiten, investiert der Konzern gezielt in Kapazitätserweiterungen, unter anderem durch eine neue Hybridanlage in Wismar.

Der Blick über den Atlantik

Für das mittelfristig angepeilte zweistellige Wachstum blickt TKMS verstärkt ins Ausland. Ein entscheidendes Schlachtfeld ist dabei Kanada. Hier liefert sich das Kieler Unternehmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem südkoreanischen Hanwha-Konzern um einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag. TKMS setzt dabei auf eine Partnerschaftslösung mit Deutschland und Norwegen, um Ottawa zu überzeugen.

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Parallel dazu läuft die Entwicklung der Anti-Torpedo-Waffe SeaSpider auf Hochtouren, deren Marktreife für 2029 geplant ist. Diese technologischen Fortschritte sind essenziell, um die ambitionierte Mittelfrist-Marge von über sieben Prozent zu erreichen.

Kurs nimmt Auszeit nach Rallye

An der Börse wurden die Nachrichten zunächst verhalten aufgenommen, was angesichts der vorangegangenen Rallye kaum überrascht. Seit Jahresanfang liegt der Titel mit einem Plus von über 36 Prozent immer noch massiv im Gewinn. Zuletzt setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein: Mit einem Kurs von rund 94,50 Euro notiert die Aktie derzeit etwa sechs Prozent unter ihrem im Januar markierten Allzeithoch.

Charttechnisch befindet sich das Papier damit in einer Konsolidierungsphase. Der RSI von 32,4 deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck bald nachlassen könnte, solange die fundamentalen Nachrichten positiv bleiben.

Fazit: Ambition trifft auf Substanz

TKMS hat den Übergang in die Eigenständigkeit operativ gemeistert. Die Anhebung der Prognose und der rekordhohe Auftragsbestand bieten ein solides Fundament für die kommenden Quartale. Für Anleger wird nun entscheidend sein, ob das Management die Kapazitätserweiterungen reibungslos umsetzt und im kanadischen Wettbewerb punkten kann. Gelingt dies, dürfte das Allzeithoch bald wieder in den Fokus rücken.

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