Rekordumsätze auf der einen Seite, deutliche Gewinnverfehlungen auf der anderen: Die aktuellen Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2026 stellen Anleger auf eine Geduldsprobe. Während das operative Geschäft wächst, bleibt der Weg in die schwarzen Zahlen steiniger als erwartet. Kann das Sparprogramm die Wende bringen?

Umsatzrekord trifft auf Verlust

Die Schlagzeile des aktuellen Quartalsberichts ist zweigeteilt. Positiv sticht der neue Umsatzrekord hervor: Tilray erwirtschaftete 217,5 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Erwartungen der Analysten übertraf. Besonders zwei Segmente trieben dieses Wachstum an: Das Vertriebsgeschäft legte um 26 % auf 85,3 Millionen US-Dollar zu, während die internationale Cannabis-Sparte sogar um 36 % wuchs.

Doch die Freude über das Top-Line-Wachstum wird durch den Blick auf die Ertragslage getrübt. Der Verlust je Aktie (EPS) fiel mit -0,41 US-Dollar deutlich höher aus als die von Analysten prognostizierten -0,14 US-Dollar. Zwar gelang es dem Unternehmen, den Nettoverlust absolut auf 44,9 Millionen US-Dollar zu reduzieren, doch die massive Verfehlung der Erwartungen je Aktie verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Profitabilität.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tilray?

Analysten bleiben skeptisch

Diese Diskrepanz zwischen Umsatzstärke und Ergebnisdruck spiegelt sich in der Markteinschätzung wider. Das mehrheitliche Votum der Analysten lautet "Hold". Die Experten sehen zwar das Potenzial in den wachsenden Geschäftsbereichen, warnen jedoch vor den belasteten Margen.

Zacks Investment Research bewertet die Aktie derzeit sogar mit einem "Strong Sell" (Rang 5) und verweist explizit auf die verfehlten Gewinnerwartungen. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (Forward P/S) von 1,18x bietet in diesem Kontext wenig Trost für Anleger, die auf kurzfristige Erholungssignale warten.

Fokus auf Effizienz und Sektor-Kontext

Um die Profitabilität zu verbessern, setzt das Management weiter auf das Kostensenkungsprogramm "Project 420". Gleichzeitig wurde die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Mit einer Liquiditätsreserve von 291,6 Millionen US-Dollar in Barmitteln und wertpapieren verfügt Tilray über ein solides Polster, um diese strategischen Maßnahmen voranzutreiben.

Die weitere Entwicklung der Aktie hängt nun maßgeblich von der Umsetzung dieser Effizienzmaßnahmen ab. Zudem bleibt der gesamte Sektor volatil, da regulatorische Entscheidungen, insbesondere bezüglich der möglichen Neueinstufung von Cannabis in den USA, weiterhin als externer Unsicherheitsfaktor über der Branche schweben.

Tilray-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tilray-Analyse vom 15. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Tilray-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tilray-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Tilray: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...