Tilray Aktie: Kurze Erholung
Die Tilray-Aktie legte am Dienstag, 24. Februar, um 4,9 Prozent auf rund 7,92 Dollar zu. Die Erholung folgte auf einen Rückgang von 2,6 Prozent am Vortag, als der Titel auf 7,55 Dollar gefallen war. Beide Bewegungen fanden bei unterdurchschnittlichem Handelsvolumen statt – ein Zeichen für begrenzte Überzeugung auf beiden Seiten.
Schwaches Handelsvolumen
Am Dienstag wechselten etwa 2,22 Millionen Aktien den Besitzer, rund 50 Prozent unter dem durchschnittlichen Tagesvolumen von 4,4 Millionen Stück. Die Aktie notiert weiterhin deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten: Der 50-Tage-Schnitt liegt bei 8,95 Dollar, der 200-Tage-Schnitt bei 11,12 Dollar. Vom 52-Wochen-Hoch von 23,20 Dollar ist Tilray weit entfernt. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell etwa 923 Millionen Dollar.
Carlsberg-Deal als strategischer Hoffnungsträger
Etwa eine Woche vor der jüngsten Kursbewegung hatte Tilray am 18. Februar eine mehrjährige Lizenzvereinbarung mit der Carlsberg Group bekannt gegeben. Ab dem 1. Januar 2027 wird Tilray die Marken Carlsberg, Carlsberg Elephant, 1664 und Kronenbourg 1664 Blanc in den USA produzieren, vermarkten und vertreiben.
Der Vertrag läuft zunächst über fünf Jahre und verlängert sich automatisch um weitere fünf Jahre, sofern bestimmte Leistungskriterien erfüllt werden. Tilray positioniert sich als viertgrößter Craft-Beer-Brauer in den USA und will die bestehende Infrastruktur nutzen, um Carlsbergs Marktanteil auszubauen.
Analysten bleiben zurückhaltend
Die Wall Street zeigt sich verhalten. Tilray erhält im Konsens ein "Hold"-Rating: Ein Analyst empfiehlt Kauf, sechs raten zum Halten, einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 13,33 Dollar.
Roth MKM senkte sein Kursziel am 20. Januar von 20 auf 10 Dollar bei unverändertem Neutral-Rating. Canaccord Genuity Group startete am 27. Januar die Coverage mit Hold. Zacks Research stufte die Aktie am 11. Februar von Strong Sell auf Hold hoch.
Durchwachsene Quartalszahlen belasten
Die am 8. Januar vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 fielen gemischt aus. Der Umsatz erreichte mit 217,5 Millionen Dollar einen Rekordwert und übertraf die Analystenschätzung von 211,15 Millionen Dollar. Beim Ergebnis je Aktie verfehlte Tilray jedoch die Erwartungen deutlich: Einem geschätzten Verlust von 0,14 Dollar stand ein tatsächlicher Verlust von 0,41 Dollar gegenüber.
Die Nettomarge lag bei minus 251,69 Prozent, die Eigenkapitalrendite bei minus 6,35 Prozent. Tilray verfügte zum Quartalsende über 291,6 Millionen Dollar an liquiden Mitteln und wertpapieren. Die Nettoliquidität überstieg die Verschuldung um etwa 30 Millionen Dollar.
Das internationale Geschäft mit medizinischem Cannabis wuchs im Jahresvergleich um 36 Prozent. Tilray bestätigte die Prognose für das bereinigte EBITDA des Gesamtjahres 2026 in Höhe von 62 bis 72 Millionen Dollar.
Die nächsten Quartalszahlen werden für den 7. oder 8. April erwartet. Ob die Aktie ihre Erholung fortsetzen kann, hängt von der Stimmung im Cannabis-Sektor und der Umsetzung der Wachstumsstrategie ab.
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