Barrick Gold erlebte am Dienstag einen herben Rückschlag an der Börse. Zwar glänzte der Minenriese im abgelaufenen Quartal mit Rekordumsätzen und einer massiv angehobenen Dividende, doch der Ausblick auf das Jahr 2026 verschreckte die Investoren. In Kombination mit einem korrigierenden Goldpreis sorgte die angekündigte Produktionskürzung für deutlichen Abgabedruck.

Doppelte Belastung für den Kurs

Für den Kursverlust von rund 8,5 Prozent am Dienstag waren im Wesentlichen zwei Faktoren verantwortlich. Zum einen geriet der Goldpreis selbst unter Druck. Nach einem kurzen Anstieg über das Wochenende, ausgelöst durch militärische Schläge gegen den Iran, verpuffte der „Sichere-Hafen“-Effekt schnell. Stattdessen rückten Inflationssorgen und ein starker US-Dollar wieder in den Vordergrund, was Gold und Silber verbilligte.

Zum anderen wiegt die interne Prognose schwer: Barrick rechnet für 2026 mit einer Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen. Das ist ein spürbarer Rückgang gegenüber den 3,26 Millionen Unzen, die 2025 produziert wurden. An der Börse wird ein solcher Rückgang des Produktionsvolumens oft negativ quittiert, selbst wenn die Profitabilität hoch bleibt.

Starke Zahlen, höhere Dividende

Der Blick in den Rückspiegel zeigt hingegen ein robustes Unternehmen. Im vierten Quartal 2025 erzielte Barrick einen Umsatz von 6,00 Milliarden US-Dollar und einen freien Cashflow von 1,62 Milliarden US-Dollar. Diese finanzielle Stärke nutzte das Management, um die Aktionäre zu belohnen: Die Quartalsdividende wurde von 0,18 auf 0,42 US-Dollar je Aktie mehr als verdoppelt.

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Dennoch kämpft das Unternehmen mit steigenden Kosten. Für 2026 prognostiziert Barrick „All-in Sustaining Costs“ (AISC) zwischen 1.760 und 1.950 US-Dollar pro Unze. Diese Kostensteigerung wird unter anderem durch komplexere Abraum- und Wassermanagement-Anforderungen im Joint Venture „Nevada Gold Mines“ getrieben.

IPO-Pläne und Streit mit Newmont

Strategisch plant Barrick einen großen Schritt: Die nordamerikanischen Gold-Assets sollen in einem separaten Börsengang (IPO) ausgegliedert werden. Dazu gehören die Anteile an Nevada Gold Mines sowie das vielversprechende Projekt „Fourmile“, dessen Ressourcen sich zuletzt verdoppelten.

Dieses Vorhaben birgt jedoch Konfliktpotenzial. Der Partner Newmont hat im Februar 2026 formell Beschwerde eingelegt und wirft Barrick Missmanagement sowie die Umleitung von Ressourcen zugunsten des eigenen Fourmile-Projekts vor. Dieser eskalierende Rechtsstreit könnte den Zeitplan des geplanten IPOs gefährden oder die Bewertung der neuen Einheit belasten. Langfristig will sich der verbleibende Barrick-Konzern stärker auf Kupfer konzentrieren, das bis 2030 bis zu 40 Prozent des EBITDA ausmachen soll.

Mit der Dividendenzahlung am 16. März steht für Anleger der nächste konkrete Termin fest, während die weitere Kursentwicklung maßgeblich von der Beilegung des Streits mit Newmont und der Stabilisierung des Goldpreises abhängen dürfte.

  • Schlusskurs Gestern (Dienstag): 39,88 €
  • Change 7 Tage: -5,49%
  • Change 30 Tage: 1,54%
  • Seit Jahresanfang (YTD): 5,99%
  • Change 12 Monate: 138,57%
  • 52-Wochen-Hoch: 44,34 € (28.01.2026)
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -10,06%
  • 52-Wochen-Tief: 15,78 € (14.05.2025)
  • Abstand zum 52-Wochen-Tief: 152,72%
  • 50-Tage-Durchschnitt: 40,87 €
  • Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: -2,43%
  • 100-Tage-Durchschnitt: 37,02 €
  • 200-Tage-Durchschnitt: 29,63 €
  • Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: 34,61%
  • RSI (14 Tage): 28,4
  • Volatilität (30 Tage, annualisiert): 57,81%

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