Tilray startet mit deutlicher Bewegung in die erste volle Handelswoche 2026. Nach einer regulatorischen Weichenstellung in den USA und einer abgeschlossenen Strukturmaßnahme rückt vor allem die Ertragskraft in den Fokus. Entscheidend ist nun, wie stark Steuerentlastung und Reverse Split die Kennzahlen in den kommenden Quartalen verändern können.

Regulatorischer Rückenwind

Tilray Brands (TLRY) notiert aktuell bei rund 9,72 US‑Dollar und legt damit etwa 7,6 % auf Tagesbasis zu. Treiber ist die Bestätigung, dass Präsident Donald Trump am 18. Dezember 2025 eine Executive Order unterzeichnet hat, die eine beschleunigte Neueinstufung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III anstößt.

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Mit dieser Maßnahme entfällt für US‑Cannabisunternehmen faktisch die Belastung durch Section 280E des US‑Steuerrechts. Bisher konnten normale Betriebsausgaben nicht steuerlich geltend gemacht werden. Nun kalkuliert der Markt mit einem spürbaren Entlastungseffekt für Cashflows und Nettomargen im US‑Geschäft, sobald die Regelung greift.

Reverse Split verändert Aktienstruktur

Ein weiterer zentraler Faktor für den aktuellen Kurs ist der zum 1. Dezember 2025 vollzogene 1:10‑Reverse‑Split. Zehn alte Aktien wurden in eine neue zusammengelegt, die Notierung von 9,72 US‑Dollar basiert bereits auf dieser angepassten Stückzahl.

Durch den Reverse Split wurde die Zahl der ausstehenden Aktien von rund 1,16 Milliarden auf etwa 116 Millionen reduziert. Ziel war es, den Kurs aus dem Penny‑Stock‑Bereich herauszuführen und die Anforderungen der Börsenplätze zu sichern. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei ungefähr 1,13 Milliarden US‑Dollar, was darauf hindeutet, dass sich die Bewertung nach der anfänglichen Volatilität rund um die Maßnahme stabilisiert hat.

Wichtige Kennzahlen im Überblick

Die aktuelle Marktsituation speist sich wesentlich aus dem Zusammenspiel von Reverse Split und US‑Regeländerung. Zentrale Datenpunkte sind:

  • Aktueller Kurs: ca. 9,72 US‑Dollar (Post‑Split)
  • Tagesbewegung: rund +7,64 %
  • Marktkapitalisierung: ca. 1,13 Mrd. US‑Dollar
  • Strukturmaßnahme: 1:10‑Reverse‑Split (wirksam seit 1. Dezember 2025)
  • Regulatorischer Impuls: Executive Order vom 18. Dezember 2025 (Schedule‑III‑Reklassifizierung)
  • Nächstes Ereignis: Q2‑Zahlen am 8. Januar 2026

Blick auf die Quartalszahlen

Das Handelsvolumen liegt derzeit erhöht, da der Markt auf den Q2‑Bericht am Donnerstag, 8. Januar 2026, zusteuert. Beobachter achten besonders darauf, ob das Unternehmen verbesserte Margen im Craft‑Beer‑Geschäft – etwa mit Marken wie Hop Valley und Terrapin – ausweisen kann, um Schwächen im internationalen Cannabisgeschäft teilweise auszugleichen.

Die Konsensbewertung liegt weiterhin bei „Hold“, die durchschnittlichen Kursziele bewegen sich in einer Spanne von etwa 16 bis 20 US‑Dollar. Daraus lässt sich ableiten, dass der Markt die Risiken durch Reverse Split und Steuerentlastung etwas geringer einstuft, aber belastbare Signale für profitables Wachstum im kommenden Bericht abwartet, bevor optimistischere Einstufungen erfolgen.

Stimmung und technische Marken

Die Stimmung im Sektor tendiert seit der Executive Order klar in Richtung Risikoaufschlag, wovon auch Tilray profitiert. In den jüngsten Sitzungen pendelte die Aktie in einer Spanne zwischen 9,20 und 9,85 US‑Dollar.

Aus technischer Sicht rückt die Marke von 10,00 US‑Dollar als psychologisch wichtiger Widerstand in den Vordergrund. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber, idealerweise gestützt durch stärkere Quartalszahlen, könnte zusätzliches institutionelles Interesse auslösen. Auf der Unterseite gilt der Bereich um 9,00 US‑Dollar als relevante Unterstützung; ein Bruch dieses Niveaus wäre ein Hinweis darauf, dass der positive Effekt aus Reverse Split und Steuerperspektive im Kurs vorerst ausgereizt ist. Besonders aufmerksam wird der Markt darauf schauen, inwieweit die erwarteten Steuerentlastungen bereits in der Prognose für das Geschäftsjahr 2026 sichtbar werden, wenn Tilray am Donnerstag seine Zahlen vorlegt.

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