Mehr als 60 Prozent unter dem IPO-Preis von 40 Dollar — Klarnas Börsenstart war alles andere als ein Triumphzug. Während der Kurs unter Druck bleibt, versucht das Unternehmen mit zwei strategischen Schritten das Narrativ zu verschieben: weg vom reinen Zahlungsanbieter, hin zu einer breiteren Commerce-Plattform.

KI-Agenten als neues Terrain

Der strategisch bedeutsamere Schritt ist Klarnas Einstieg in den sogenannten Agentic Commerce. Gemeinsam mit Stripe integriert Klarna seine flexiblen Zahlungsoptionen — darunter Buy Now, Pay Later — in KI-gestützte Einkaufserlebnisse. Technische Grundlage sind Stripes sogenannte Shared Payment Tokens (SPTs): ein Zahlungsmechanismus, der es KI-Agenten erlaubt, Käufe über die bevorzugte Zahlungsmethode eines Nutzers abzuwickeln, ohne dessen sensible Daten zu sehen.

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Das klingt technisch, hat aber eine klare wirtschaftliche Logik. Bislang griffen KI-Shopping-Agenten standardmäßig auf hinterlegte Kreditkarten zurück — alternative Zahlungsmethoden wie BNPL blieben außen vor. Klarna ist nach eigenen Angaben einer der ersten BNPL-Anbieter, der sich in ein solches Framework einschreibt. Für Händler, die Klarna bereits über Stripe nutzen, ist keine zusätzliche Integration nötig.

eBay-Partnerschaft und das Profitabilitätsproblem

Parallel dazu weitet Klarna seine eingebettete eBay-Wiederverkaufsfunktion auf sechs weitere internationale Märkte aus. Die Funktion ermöglicht es Nutzern, Produkte direkt über die Klarna-App auf eBay weiterzuverkaufen — ein Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft, der Klarna tiefer in den Alltag seiner Nutzer verankern soll.

Auf der Ertragsseite bleibt die Lage angespannt. Im vierten Quartal 2025 erzielte Klarna einen Umsatz von einer Milliarde Dollar — ein Wachstum von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dem steht ein Nettoverlust von 294 Millionen Dollar für das Gesamtjahr gegenüber. Die Schere zwischen Umsatzwachstum und Profitabilität bleibt das zentrale Thema für Investoren.

Zwei Katalysatoren im Blick

Zwei konkrete Ereignisse könnten den weiteren Kursverlauf beeinflussen. Im April 2026 wird ein Urteil im Kartellrechtsstreit der Klarna-Tochter PriceRunner gegen Google erwartet — die Forderung beläuft sich auf rund 8,3 Milliarden Dollar. Ein positives Urteil wäre eine erhebliche finanzielle Entlastung. Daneben wird sich zeigen, ob die Stripe- und eBay-Integrationen tatsächlich messbare Umsatzbeiträge liefern — oder ob sie vorerst strategische Ankündigungen bleiben. Die Aktie notiert aktuell bei rund 12,86 Euro und damit weit unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 17,77 Euro.

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