Tilray Brands meldet Rekordumsätze und expandiert in Italien. Das Cannabis- und Konsumgüterunternehmen übertraf im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die Umsatzerwartungen der Analysten – während zugleich der Verlust je Aktie deutlich schrumpfte. Parallel dazu treibt der Konzern seine Internationalisierung voran.

Zahlen übertreffen Prognosen

Tilray erzielte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekordumsatz von 217,5 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 211,15 Millionen Dollar gerechnet.

Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,02 Dollar. Ohne nicht zahlungswirksame Steuerbelastungen ergab sich ein bereinigter Gewinn je Aktie von 0,01 Dollar – deutlich besser als die erwarteten 0,06 Dollar Verlust. Der Nettoverlust verringerte sich um 49 Prozent auf 43,5 Millionen Dollar. Der operative Cashflow verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 32,2 Millionen Dollar auf minus 8,5 Millionen Dollar.

Die wichtigsten Kennzahlen:

  • Umsatz Q2 GJ2026: 217,5 Mio. USD (+3% zum Vorjahr)
  • Nettoverlust: 43,5 Mio. USD (Verbesserung um 49%)
  • Liquidität: 291,6 Mio. USD in Cash und marktfähigen Wertpapieren
  • EBITDA-Prognose GJ2026: 62-72 Mio. USD (bestätigt)
  • Kosteneinsparungen Project 420: 27 Mio. USD annualisiert

Medizinalcannabis-Offensive in Italien

Am 22. Januar 2026 gab Tilray Medical die Umbenennung der italienischen Tochter FL Group in Tilray Medical Italia bekannt. Die Konsolidierung bündelt die Medizinalcannabis-Aktivitäten in einem der wichtigsten regulierten Märkte Europas.

Tilray Medical Italia kooperiert mit Molteni Farmaceutici, einem Pharmaunternehmen mit etabliertem Zugang zu italienischen Krankenhäusern und Apotheken. Das Sortiment umfasst verschiedene Cannabis-Blütensorten sowie medizinische Cannabisöle mit Zulassung des italienischen Gesundheitsministeriums.

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Die Italien-Expansion ist Teil der Strategie, Medizinalcannabis-Geschäfte unter einer globalen Marke zu vereinen. Tilray Medical beliefert derzeit über 20 Länder mit medizinischen Cannabis-Programmen auf fünf Kontinenten.

Getränkesparte schwächelt

Das Getränkesegment erwirtschaftete im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 Umsätze von 50,1 Millionen Dollar – ein Rückgang um 20,6 Prozent gegenüber 63,1 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Management führt den Umsatzrückgang auf Herausforderungen im Craft-Beer-Segment und gestiegenen Wettbewerbsdruck zurück.

Im Rahmen von Project 420 realisierte das Unternehmen in der ersten Geschäftsjahreshälfte annualisierte Kosteneinsparungen von 27 Millionen Dollar. Tilray hält im kanadischen THC-Getränkemarkt einen Marktanteil von über 45 Prozent.

Analysten uneins

Roth Capital bekräftigte am 20. Januar 2026 sein Neutral-Rating, senkte aber das Kursziel von 20 auf 10 Dollar. Canaccord Genuity startete am 27. Januar mit einer Hold-Empfehlung. Zacks Research stufte die Aktie am 13. Januar auf Strong Sell herab.

Die nächsten Quartalszahlen legt Tilray am 7. April 2026 vor.

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