Thyssenkrupp Nucera Aktie: Fehlstart
Miese Zahlen zum Jahresauftakt – und die Anleger reagieren prompt. Thyssenkrupp Nucera, die Elektrolyse-Tochter des Essener Industriekonzerns, ist mit einem deutlichen Umsatzrückgang ins neue Geschäftsjahr gestartet. Von Oktober bis Dezember brachen die Erlöse um satte 44 Prozent auf nur noch 147 Millionen Euro ein. Gleichzeitig rutschte das Unternehmen operativ in die Verlustzone – eine bittere Kehrtwende nach dem Vorjahresplus.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte auf minus vier Millionen Euro ab, nach einem Plus von acht Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich blieb ein Nettoverlust von drei Millionen Euro stehen – vor einem Jahr hatte Nucera noch neun Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Die Begründung des Managements: "außergewöhnlich hohe Schwankungen in Derivatepositionen", die eigentlich Preisschwankungen bei Rohstoffen absichern sollten.
Aufträge brechen ein
Noch beunruhigender: Der Auftragseingang schrumpfte um 21 Prozent auf magere 75 Millionen Euro. Die Zahlen verfehlten die Erwartungen der Analysten spürbar – ein klares Signal, dass der Markt für grünen Wasserstoff weiterhin schwächelt. Das herausfordernde Umfeld, von dem Unternehmenschef Werner Ponikwar spricht, ist offenbar mehr als nur eine Floskel.
Immerhin hält Ponikwar an seiner Zuversicht fest: "Auch wenn das Marktumfeld weiterhin herausfordernd bleibt, sehen wir verstärkt positive Marktimpulse, insbesondere im Bereich grüner Wasserstoff." Die Jahresprognose für 2025/26 bekräftigte der Elektrolyse-Spezialist denn auch. Das Management rechnet mit Erlösen zwischen 500 und 600 Millionen Euro – und einem Ebit zwischen minus 30 und null Millionen Euro.
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Goldman Sachs reduziert Position
Parallel zu den enttäuschenden Quartalszahlen gibt es Bewegung bei den Großaktionären: Goldman Sachs hat seine Position in der Muttergesellschaft Thyssenkrupp deutlich reduziert. Die US-Investmentbank senkte ihren Stimmrechtsanteil von 6,86 Prozent auf 5,85 Prozent. Der direkte und indirekte Aktienanteil fiel von 4,53 auf 3,60 Prozent, auch der Instrumentenanteil wurde leicht zurückgefahren.
Die Kombination aus schwachen Zahlen bei der Wasserstoff-Tochter und dem Rückzug eines wichtigen Investors dürfte die ohnehin gebeutelte Thyssenkrupp-Aktie weiter unter Druck setzen. Für Nucera wird entscheidend sein, ob die angekündigten "positiven Marktimpulse" tatsächlich greifen – oder ob das Jahr 2026 noch härter wird als befürchtet.
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