BMW zündet die nächste Stufe der Elektromobilität und macht das Auto zum aktiven Teil des Energienetzes. Gemeinsam mit E.ON bringen die Münchner als erster Hersteller in Deutschland ein kommerzielles Angebot für bidirektionales Laden (Vehicle-to-Grid) auf den Markt. Kann dieser strategische Schachzug die Attraktivität der kommenden "Neuen Klasse" entscheidend steigern?

Auto als Kraftwerk

Mit der Einführung der "Neuen Klasse" und dem iX3 hebt der Konzern die Vernetzung auf ein neues Level. Die Fahrzeuge der sechsten eDrive-Generation sind technisch in der Lage, Energie aus der Hochvoltbatterie bei Bedarf zurück ins Stromnetz zu speisen. Dies verwandelt den Fuhrpark perspektivisch in einen riesigen, dezentralen Energiespeicher.

Um die Technologie für Kunden schmackhaft zu machen, setzt das Management auf massive finanzielle Anreize. Durch Bereitstellungsprämien und Einspeisevergütungen sollen Halter jährlich bis zu 720 Euro verdienen können. Nach Unternehmensangaben ermöglicht dies rechnerisch bis zu 14.000 Kilometer kostenfreies Fahren pro Jahr. Ein solches "Earn-while-parked"-Modell könnte im hart umkämpften EV-Markt zu einem gewichtigen Verkaufsargument werden.

Strategische Allianz vertieft

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BMW?

Die technische Umsetzung basiert auf einer engen Verzahnung mit dem Energieversorger E.ON. Ein gemeinsam entwickelter Algorithmus steuert die Lade- und Entladeprozesse vollautomatisch, während Nutzer über die App die Kontrolle behalten.

Parallel dazu rollt der Autobauer optimierte Ladetarife für die gesamte bestehende Elektro- und MINI-Flotte aus. Ziel ist es offensichtlich, ein geschlossenes Ökosystem zu schaffen, das über den reinen Fahrzeugverkauf hinausreicht und die Kundenbindung durch Kostenvorteile stärkt.

Die Präsentation auf der aktuell in Essen stattfindenden E-World unterstreicht den technologischen Führungsanspruch. Mit dem operativen Start des bidirektionalen Ladens hat sich BMW einen konkreten Zeitvorteil gegenüber vielen Wettbewerbern verschafft, der pünktlich zum Marktstart der wichtigen Neuen Klasse voll zum Tragen kommen dürfte.

Anzeige

BMW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BMW-Analyse vom 12. Februar liefert die Antwort:

Die neusten BMW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BMW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BMW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...