Thyssenkrupp prüft den Verkauf von 30 Prozent seiner renditestarken Wälzlager-Tochter Rothe Erde. Die Nachricht vom Freitagnachmittag trieb die Aktie auf ein neues 5-Jahres-Hoch von 11,35 Euro. Gleichzeitig kämpft die Marinesparte um einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag in Kanada – mit Rückendeckung aus Berlin.

Die wichtigsten Fakten:
- Rothe Erde könnte insgesamt mit 1,5 Milliarden Euro bewertet werden
- Thyssenkrupp Marine Systems bewirbt sich um Auftrag über 10 Milliarden Euro
- Kanadisches U-Boot-Projekt umfasst bis zu 12 Einheiten
- Entscheidung über Großauftrag noch 2026 erwartet

Was hinter dem Teilverkauf steckt

Der Industriekonzern sondiert laut Bloomberg bereits das Interesse potenzieller Käufer. Bei einem Verkauf von 30 Prozent würde Thyssenkrupp die Mehrheit behalten, gleichzeitig aber Kapital freisetzen. Die Wälzlager-Tochter beliefert unter anderem die Windkraft- und Baubranche – ein Geschäftsfeld mit stabilen Erträgen.

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Ein Konzernsprecher äußerte sich zurückhaltend: Man erhalte regelmäßig Angebote für verschiedene Transaktionsmöglichkeiten und prüfe alle Optionen. Die Strategie fügt sich in den laufenden Konzernumbau ein. Thyssenkrupp wandelt sich zunehmend zur Finanzholding, um den Wert einzelner Sparten sichtbarer zu machen.

Marinesparte mit Milliardenoffensive

Parallel zur Verkaufsprüfung geht Thyssenkrupp Marine Systems in die Offensive. Um den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean beim kanadischen U-Boot-Projekt auszustechen, schnürt die Sparte ein umfassendes Paket. Neben der militärischen Technik umfasst das Angebot weitreichende Investitionen in kanadische Schlüsselindustrien.

Die Bundesregierung unterstützt den Vorstoß auf höchster politischer Ebene. Ein Erfolg würde die strategische Bedeutung des Verteidigungsgeschäfts unterstreichen – ein Segment, dessen Auftragsbücher angesichts der weltpolitischen Lage gut gefüllt sind.

Nächste Termine im Blick

Am 30. Januar steht die ordentliche Hauptversammlung an. Konkrete Zahlen zur operativen Entwicklung liefert der Zwischenbericht für das erste Quartal 2025/2026 am 12. Februar. Die Entscheidung im kanadischen U-Boot-Projekt dürfte noch im laufenden Jahr fallen. Technisch hat die Aktie mit dem Ausbruch auf 11,35 Euro ein starkes Signal gesendet.

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