Thyssenkrupp Aktie: Übernahme-Fantasie beflügelt
Kone und TK Elevator — dieses Duo beschäftigt heute die Märkte. Einem Bloomberg-Bericht zufolge führt der finnische Aufzughersteller konkrete Gespräche über eine mögliche Übernahme von TK Elevator. Die Thyssenkrupp-Aktie reagiert mit kräftigen Kursgewinnen von rund 5,5 Prozent.
Hinter TK Elevator stehen die Private-Equity-Häuser Advent und Cinven, die das Unternehmen 2020 für 17,2 Milliarden Euro vom Mutterkonzern übernommen hatten. Jetzt soll bei einem möglichen Deal eine Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro erzielt werden — inklusive Schulden. Thyssenkrupp selbst hält noch eine Minderheitsbeteiligung und würde von einer solchen Transaktion profitieren.
Stahlsparte bleibt der eigentliche Druckpunkt
Parallel zur TK-Elevator-Fantasie kämpft der Konzern weiterhin mit seinem eigentlichen Problemkind: der Stahlsparte. Seit Herbst 2025 laufen Gespräche mit dem indischen Konzern Jindal Steel & Power über eine mögliche Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent. Zuletzt stockten die Verhandlungen jedoch — die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten belasten die Energiepreise und damit auch die ohnehin schwierige Kostensituation im Stahlgeschäft.
Das erste Geschäftsquartal 2026 brachte höhere Verluste als im Vorjahr, vor allem durch Restrukturierungskosten in der Stahlsparte. Auf der anderen Seite gibt es kleine Fortschritte: Der Austritt aus dem Duisburger Gemeinschaftsunternehmen HKM ist vollzogen, ein Tarifabschluss mit den Gewerkschaften steht. Und mit der Flacks Group soll sich ein weiterer potenzieller Interessent für das Stahlgeschäft abzeichnen.
Charttechnik: Erholungsversuch nach schwerem Einbruch
Der Kursrückgang der vergangenen Wochen war beachtlich. Von einem Zwischenhoch von 12,47 Euro Mitte Februar fiel die Aktie auf rund 7,80 Euro — ein Verlust von über 30 Prozent in kurzer Zeit. Damit liegt der Titel klar unter seinen wichtigsten gleitenden Durchschnitten und hat eine tragende Aufwärtstrendlinie nach unten durchbrochen.
Der RSI ist inzwischen an der 30er-Marke angelangt, was technisch eine überverkaufte Situation signalisiert. Ein erstes Zeichen für Stabilisierung liefert die Unterstützungszone zwischen 7,20 und 7,70 Euro, an deren oberer Grenze der Kurs zuletzt nach oben drehte. Ein belastbares Kaufsignal wäre erst bei einem nachhaltigen Überschreiten der 8,60-Euro-Marke gegeben — bis dahin bleibt das Bild technisch angeschlagen. Jefferies bekräftigt unterdessen das Kursziel von 13 Euro bei unveränderter Kaufempfehlung.
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