Lufthansa Aktie: Gegenwind von allen Seiten
Der Lufthansa-Konzern steckt derzeit in einem Spannungsfeld aus Arbeitskämpfen, Nahostkrise und politischen Weichenstellungen. Jede dieser Kräfte allein wäre verkraftbar — zusammen ergeben sie eine ungemütliche Gemengelage für Aktionäre.
Streiks und Kriegsfolgen belasten den Betrieb
In der vergangenen Woche legten Warnstreiks bei Lufthansa Classic, Cityline und Lufthansa Cargo den Betrieb zeitweise lahm. Heute trifft es den Hauptstadtflughafen BER: Verdi hat dort für den gesamten Tag den Flugverkehr bestreikt — 445 Starts und Landungen mit rund 57.000 betroffenen Passagieren sind gestrichen. Weitere Streikabstimmungen laufen parallel bei Eurowings sowie den Kabinenbesatzungen von Lufthansa Cityline.
Gleichzeitig zwingt der Iran-Krieg den Konzern zu massiven Streckenaussetzungen. Flüge nach Tel Aviv sind bis zum 9. April ausgesetzt, nach Teheran sogar bis Ende April. Dubai, Abu Dhabi, Dammam, Erbil und Beirut sind bis zum 28. März gesperrt. Auch Riad steht bis zum 5. April still — operativer Stillstand auf einigen der ertragsstärksten Routen.
Der Branchenverband BDL bringt es auf den Punkt: Deutschland erholt sich langsamer als jedes andere große europäische Luftfahrtland. Während der europäische Markt 2025 bereits 106 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichte, liegt der deutsche Luftverkehr noch immer bei rund 89 Prozent. Die Streikwelle verschärft diesen Rückstand weiter.
Steuerentlastung als kleines Lichtzeichen
Ab dem 1. Juli 2026 soll die Luftverkehrssteuer spürbar sinken. Laut Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums fällt der Satz für Kurzstrecken von 15,53 auf 13,03 Euro, für Mittelstrecken von 39,34 auf 33,01 Euro und für Langstrecken von 70,83 auf 59,43 Euro. Der Bund verzichtet damit auf Einnahmen von 185 Millionen Euro allein im Jahr 2026 — und auf rund 350 Millionen Euro jährlich ab 2027.
Ob Lufthansa die günstigeren Staatskosten an Passagiere weitergibt oder zur Margenverbesserung nutzt, ist noch offen. Ein echter Rückenwind für die Aktie wäre die Entlastung nur dann, wenn sie die gleichzeitig steigenden Kosten durch den Ölpreisanstieg infolge des Iran-Konflikts zumindest teilweise kompensiert. Stand heute frisst der teure Treibstoff einen guten Teil des Steuervorteils bereits wieder auf.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die Tarifrunden bei den Tochterfirmen schnell lösen lassen oder ob neue Streikwellen drohen. Für die Aktie bleibt die Nachrichtenlage zunächst belastend.
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