Thyssenkrupp Aktie: Starkes Geschäftsjahr
Die Stahlsparte könnte bald einen neuen Besitzer haben. Nach monatelangen Verhandlungen verdichten sich die Hinweise auf eine konkrete Struktur für den Verkauf von Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) an den indischen Konzern Jindal Steel. Das bevorzugte Modell: ein Stufenverkauf, bei dem Jindal zunächst 60 Prozent übernimmt.
Die wichtigsten Fakten:
- Jindal Steel plant zunächst Übernahme von 60 % der Stahlsparte
- Delegation des indischen Konzerns wird im Januar in Duisburg erwartet
- Due Diligence läuft bereits seit Oktober 2025
- Knackpunkt: Pensionsverpflichtungen von rund 2,5 Milliarden Euro
- Zacks Research stuft Thyssenkrupp auf "Strong Buy" hoch
Strukturierter Ausstieg aus dem Stahlgeschäft
Die Verhandlungspartner favorisieren ein Stufenmodell. In einem ersten Schritt würde Jindal Steel 60 Prozent der Anteile an der Duisburger Stahlsparte übernehmen. Die restlichen 40 Prozent könnten zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Diese Struktur verschafft Thyssenkrupp einen klaren Ausstiegspfad aus dem zyklischen Stahlgeschäft.
Ein entscheidender Meilenstein steht unmittelbar bevor: Eine hochrangige Delegation von Jindal Steel wird im Januar in Duisburg erwartet. Die Due-Diligence-Prüfung läuft bereits seit Oktober 2025 und dokumentiert die Ernsthaftigkeit der Gespräche.
Die größte Hürde bleibt die Behandlung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von etwa 2,5 Milliarden Euro. Beide Seiten suchen nach einer Lösung, die Thyssenkrupps Bilanz entlastet, ohne den Deal für Jindal wirtschaftlich unattraktiv zu machen.
Analystenstimmen stützen Kursniveau
Zusätzlichen Rückenwind erhält die Aktie von Analysteneinschätzungen. Zacks Research hob das Rating am Donnerstag von "Hold" auf "Strong Buy" an. Auch die Wasserstoff-Tochter Thyssenkrupp Nucera sorgt für positive Impulse: Die Deutsche Bank stufte sie auf "Buy" hoch, was die Stimmung im Gesamtkonzern stützt.
Die Aktie notiert aktuell bei 10,11 Euro und konsolidiert damit nach dem Kurssprung vom Vortag. Das Niveau um 10 Euro gilt als wichtige psychologische Marke. Die moderate Gegenbewegung nach dem gestrigen Anstieg von 4,6 Prozent werten Beobachter als Zeichen dafür, dass der Markt einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen einpreist.
Strategische Neuausrichtung im Fokus
Der Verkauf der Stahlsparte würde die strategische Neuausrichtung massiv beschleunigen. Thyssenkrupp könnte sich dann auf Defense-Technologie über die Tochter TKMS, Autoteile und grüne Technologien konzentrieren. Die Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen im Rohstoffsektor würde deutlich sinken.
In den kommenden Wochen richtet sich der Blick der Anleger auf Duisburg. Sollte der Besuch der Jindal-Delegation in einer verbindlichen Absichtserklärung münden, dürfte die Volatilität sprunghaft ansteigen. Die Marke von 10 Euro muss nachhaltig verteidigt werden, um das positive Momentum in einen längerfristigen Aufwärtstrend zu überführen.
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