Voestalpine Aktie: Befreit!
Mehr als eine Verdopplung in zwölf Monaten – die Voestalpine-Aktie hat Ende Februar ein Fünf-Jahres-Hoch bei 48,86 Euro markiert. Hinter der Rally stehen starke Quartalszahlen, ein massiver Schuldenabbau und struktureller Rückenwind durch neue EU-Handelsregeln. Doch kann der österreichische Stahlkonzern die Dynamik halten, während die Autoindustrie schwächelt?
Profitabilität schlägt Umsatz
Am 11. Februar legte Voestalpine Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 vor. Der Umsatz sank um 5,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro – doch das operative Ergebnis zog deutlich an. Das EBITDA stieg um 7,2 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro, das EBIT kletterte um 20,9 Prozent auf 473 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern verbesserte sich um 46,5 Prozent auf 372 Millionen Euro.
Besonders bemerkenswert: Der Free Cash Flow belief sich auf 345 Millionen Euro. Railway Systems und die Luft- und Raumfahrt entwickelten sich durchgehend positiv, während Bau, Maschinenbau und Konsumgüter auf niedrigem Niveau stabil blieben.
Schulden runter, Bewertung rauf
Trotz hoher Investitionen in das Dekarbonisierungsprojekt greentec steel sank die Nettoverschuldung in den ersten neun Monaten um 27,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Diese Kombination aus steigender Profitabilität und sinkendem Fremdkapital überzeugte die Analysten: Morgan Stanley hob das Kursziel auf 49 Euro an, Barclays auf 50 Euro, JPMorgan ebenfalls auf 50 Euro. Die Deutsche Bank sieht sogar Potenzial bis 57 Euro.
Der Vorstand bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr mit einem erwarteten EBITDA von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro.
EU-Handelsregeln als Branchen-Turbo
Das Inkrafttreten des CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) am 1. Januar 2026 verändert die Wettbewerbsbedingungen grundlegend. Die vorgeschlagenen Post-Safeguard-Maßnahmen, die Mitte 2026 die auslaufenden Schutzregeln ersetzen sollen, sehen deutlich wirksamere Schutzmechanismen gegen globale Überkapazitäten vor – insbesondere aus Asien. Das formelle Inkrafttreten wird nach Zustimmung des EU-Parlaments und des Europäischen Rates spätestens im Sommer erwartet.
Parallel investiert Voestalpine 1,5 Milliarden Euro in greentec steel. An den Standorten Linz und Donawitz entstehen je ein mit Grünstrom betriebener Elektrolichtbogenofen. Ab 2027 sollen damit rund 2,5 Millionen Tonnen CO2-reduzierten Stahls jährlich produziert werden – bei einer anvisierten CO2-Reduktion von 30 Prozent bis 2029 gegenüber 2019.
Ausblick hängt am Automarkt
Die starke Finanzlage und der robuste Cash Flow sichern die Umsetzung der grünen Transformation. Die neuen EU-Schutzmaßnahmen dürften den strukturellen Rückenwind für europäische Stahlhersteller mittelfristig aufrechterhalten. Ob die Rally ihre Dynamik beibehält, wird jedoch maßgeblich von der weiteren Entwicklung im europäischen Automobilsektor abhängen – sowie vom planmäßigen Fortschritt bei greentec steel, dessen Elektrolichtbogenöfen Ende 2027 in Betrieb gehen sollen.
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