Der Marineschiffbauer thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) hat am 27. Februar seine erste Hauptversammlung als eigenständig börsennotiertes Unternehmen absolviert. Im Gepäck: ein Auftragsbestand von 18,7 Milliarden Euro und eine angehobene Prognose. Doch kann das Unternehmen seine ehrgeizigen Mittelfristziele tatsächlich einlösen?

Premiere mit Rekordwert

Mit großer Mehrheit stimmten die Aktionäre allen Beschlussfassungen zu. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Volkmar Dinstuhl verwies auf ein außergewöhnliches Jahr: Nach der Markeneinführung, dem Börsengang und dem MDAX-Eintritt am 22. Dezember 2025 habe sich TKMS als eines der bedeutendsten deutschen Unternehmen etabliert.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TKMS?

Das Fundament erscheint solide. Im ersten Quartal 2025/26 erreichte der Auftragsbestand den Rekordwert von rund 18,7 Milliarden Euro. Darunter: der größte Torpedo-Auftrag in der Firmengeschichte für die Deutsche Marine. Weitere wichtige deutsche Projekte wie das MEKO-A-200-DEU-Programm (künftig F128) stehen noch zur Entscheidung an. Beim F127-Programm ist TKMS sogar alleiniger Bieter.

Angehobene Prognose und Expansion

Das Management hat seine Umsatzwachstumsprognose für das laufende Geschäftsjahr auf +2 % bis +5 % angehoben – zuvor lag die Spanne bei -1 % bis +2 %. Die bereinigte EBIT-Marge soll über 6 % liegen. Mittelfristig peilt TKMS ein jährliches Wachstum von rund zehn Prozent und eine EBIT-Marge von über sieben Prozent an.

Der neue Hybridstandort in Wismar soll dabei eine Schlüsselrolle spielen. Dort entsteht eine Produktionsstätte für U-Boote, Fregatten und Spezialschiffe. Durch Skalierungseffekte will das Unternehmen die Profitabilität deutlich steigern.

Im Geschäftsjahr 2024/2025 kletterte der Umsatz bereits um 9 % auf 2,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT legte um 53 % auf 131 Millionen Euro zu, die Marge erreichte 6 %. Der freie Cashflow verdoppelte sich auf 784 Millionen Euro.

Internationale Chancen

Auf internationaler Ebene wächst das Potenzial. Zwischen Mai und Juni 2026 erwartet TKMS eine Entscheidung der kanadischen Regierung über einen Auftrag zur Lieferung von zwölf konventionellen U-Booten. Konkurrent ist der südkoreanische Anbieter Hanwha Ocean. Auch in Indien laufen fortgeschrittene Kampagnen.

Am 25. Februar übergaben TKMS und Israel Aerospace Industries das autonome Unterwasserfahrzeug BlueWhale an die Deutsche Marine. Mit 10,9 Metern Länge und 5,5 Tonnen Gewicht ist es das größte unbemannte System dieser Art im Einsatz der Bundeswehr.

CEO Oliver Burkhard zeigte sich zuversichtlich: Der Konzern sei hervorragend positioniert in einem strukturell wachsenden Markt. Die Strategie setze auf operative Exzellenz, disziplinierten Kapazitätsausbau und technologische Marktführerschaft.

Wie vor dem Börsengang angekündigt, plant TKMS die erste Dividende für das laufende Geschäftsjahr – die Ausschüttung erfolgt 2027. Die anstehenden Entscheidungen über Großprojekte in Kanada und Deutschland werden zeigen, ob das Unternehmen seine Mittelfristziele untermauern kann. Die TKMS-Aktie notierte zuletzt bei 94,50 Euro.

TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 01. März liefert die Antwort:

Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...