Canopy Growth bekommt trotz operativer Fortschritte Gegenwind von der Analystenseite. Roth Capital Markets hat das Kursziel deutlich gekappt – nicht wegen schwacher Nachfrage, sondern wegen der starken Verwässerung durch neue Aktien. Was heißt das für die Bewertung, wenn sich die Zahlen gleichzeitig stabilisieren?

Wichtige Punkte auf einen Blick:
- Roth senkt Kursziel von C$8,00 auf C$5,00 (bei weiterem „Buy“)
- Aktienzahl stieg laut Analyst von 86,8 Mio. auf 345,5 Mio.
- Q3-Umsatz: C$74,5 Mio., unverändert zum Vorjahr
- Adjusted EBITDA-Verlust: C$3 Mio. (engster Verlust bisher)
- Cash: C$371 Mio., Netto-Cash: C$146 Mio. (Stand: 31. Dezember 2025)

Analyst: Verwässerung bremst den Kurs

Roth-Analyst Bill Kirk senkte in einer Mitteilung von Dienstag das Kursziel für Canopy Growth auf C$5,00 nach zuvor C$8,00. Das entspricht einer Reduktion um 37,5%. Das „Buy“-Rating ließ er trotz der Kürzung stehen.

Der Kern seiner Begründung: „unermüdliche“ Aktienausgabe und damit verbundene Verwässerung. In seiner Analyse verweist Kirk darauf, dass die Aktienzahl von 86,8 Millionen (Q2 GJ2025) auf 345,5 Millionen gestiegen sei. Das mache Kursanstiege „sehr schwierig“, selbst wenn sich das operative Bild verbessert.

Gleichzeitig sieht Kirk Anzeichen, dass der Verwässerungsdruck nachlassen könnte. Da ein großer Teil der Aktienausgaben in Q2 und Q3 erfolgt sei, erscheine zusätzliche Verwässerung in den kommenden Perioden „weniger wahrscheinlich“. Zudem schloss das Unternehmen im Januar eine strategische Rekapitalisierung ab und verlängerte die Fälligkeiten der Schulden bis 2031.

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Quartal: Umsatz stabil, Verluste schrumpfen

In den am 6. Februar veröffentlichten Zahlen für Q3 GJ2026 meldete Canopy Growth einen Nettoumsatz von C$74,5 Mio.. Laut Unternehmensangaben lag der konsolidierte Umsatz damit auf Vorjahresniveau.

Beim Ergebnis gab es spürbare Fortschritte: Der Adjusted-EBITDA-Verlust lag bei C$3 Mio. – der bislang engste Quartalsverlust nach dieser Kennzahl. Das entspricht laut Bericht einer Verbesserung um 17% gegenüber dem Vorjahr. Der Nettoverlust verringerte sich um 49% im Jahresvergleich. Der Free-Cash-Abfluss sank von C$28 Mio. auf C$19 Mio.

Zum Quartalsende wies Canopy Growth C$371 Mio. an Barmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten aus. Die Netto-Cash-Position lag bei C$146 Mio. (Stand: 31. Dezember 2025).

Kanada trägt, Zukauf soll folgen

In Kanada legten die Geschäfte zu: Der Umsatz im Freizeitsegment erreichte C$22,9 Mio. (+8%), der medizinische Umsatz C$22,5 Mio. (+15%) – jeweils gegenüber dem Vorjahr. Internationaler Cannabis-Umsatz lag bei C$6,2 Mio., -31% zum Vorjahr, aber +22% gegenüber dem Vorquartal. Hintergrund: Lieferkettenprobleme in Europa hätten begonnen nachzulassen.

Storz & Bickel steuerte C$22,9 Mio. bei, -9% zum Vorjahr, jedoch +45% gegenüber dem Vorquartal. Genannt werden saisonal starke Nachfrage und die Einführung des VEAZY-Geräts.

CEO Luc Mongeau sprach von „verbesserten Fundamentaldaten“ und einem stärker fokussierten, integrierten Betriebsmodell. CFO Tom Stewart sagte, man traue sich positives Adjusted EBITDA im Geschäftsjahr 2027 zu. Seit dem 1. März 2025 habe das Unternehmen außerdem C$29 Mio. an annualisierten Kosteneinsparungen realisiert.

Beim angekündigten Zukauf gibt es ebenfalls ein Update: Canopy bestätigte, dass die Übernahme von MTL Cannabis planmäßig verlaufe und noch in diesem Quartal abgeschlossen werden soll.

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