ams OSRAM verschärft seinen Sanierungskurs und streicht weltweit 2.000 Stellen. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs gelang es dem Konzern im vergangenen Geschäftsjahr, den Nettoverlust massiv einzudämmen und die operative Marge zu steigern. Gelingt durch das neue Sparprogramm „Simplify“ bis 2028 die dauerhafte Wende?

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • Stellenabbau: 2.000 Arbeitsplätze weltweit betroffen (Hälfte in Europa).
  • Sparziel: 200 Millionen Euro zusätzliche Einsparungen bis 2028 durch „Simplify“.
  • Nettoverlust 2025: Reduzierung auf 129 Millionen Euro (Vorjahr: 785 Millionen Euro).
  • Operative Marge: Bereinigte EBITDA-Marge auf 18,3 Prozent verbessert.
  • Deals: Verkauf des Sensor-Geschäfts an Infineon für 570 Millionen Euro.

Stellenabbau an deutschen Standorten

Der geplante Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen trifft vor allem die Produktion. Während in Österreich am Standort Premstätten keine weiteren Kürzungen geplant sind, stehen deutsche Werke unter Druck. Betroffen sind insbesondere das Halbleitergeschäft in Regensburg sowie die Lampenfertigung in Herbrechtingen und Schwabmünchen.

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Hintergrund ist die Strategie, etablierte Produkte aus Kostengründen nach Asien zu verlagern. In Regensburg soll dadurch Raum für hochautomatisierte Fertigungsprozesse entstehen. Das Management bezeichnet diesen Schritt als notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit in einem schwierigen Marktumfeld zu sichern.

Finanzielle Erholung und strategischer Fokus

Trotz eines Umsatzrückgangs um 3 Prozent auf 3,32 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 stabilisiert sich die Bilanz. Das bereinigte EBITDA stieg um 6 Prozent auf 608 Millionen Euro. Wesentlicher Treiber für die Entlastung der Bilanz ist der Verkauf der nicht-optischen Sensor-Sparte an Infineon, der bis zum zweiten Quartal 2026 abgeschlossen sein soll.

Der Konzern konzentriert sich künftig fast vollständig auf die digitale Photonik. Durch den positiven Free Cash Flow von 144 Millionen Euro und die Erlöse aus den Desinvestitionen konnte die Verschuldung bereits gesenkt werden. Dennoch dämpft die Konzernleitung die Erwartungen für das laufende erste Quartal 2026 aufgrund saisonaler Effekte und der Auswirkungen der Firmenverkäufe.

Der Ausblick bleibt ambitioniert: Ab 2027 will ams OSRAM im Halbleitersegment wieder ein einstelliges Wachstum erzielen und die Margen auf über 25 Prozent steigern. Die Umsetzung des „Simplify“-Programms bildet hierfür die zentrale Voraussetzung. Am Ende des zweiten Quartals 2026 wird der Abschluss des Infineon-Deals einen weiteren Meilenstein in der Bilanzbereinigung markieren.

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