Thyssenkrupp Aktie: Stahlumbau
Thyssenkrupp trennt sich von einem wichtigen Stahl-Baustein – und schafft sich damit mehr Spielraum für die Neuaufstellung der gesamten Sparte. Der Konzern verkauft seinen 50%-Anteil an den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) an den bisherigen Partner Salzgitter. Entscheidend ist dabei nicht nur der Eigentümerwechsel, sondern auch ein Vertragspunkt, der langfristige Lieferpflichten spürbar verkürzt.
HKM-Deal: Was genau vereinbart wurde
Mit dem Verkauf der HKM-Anteile setzt Thyssenkrupp einen strategischen Schritt im Stahl-Umbau um. Der Abschluss der Transaktion ist nach aktueller Planung zum 1. Juni 2026 vorgesehen.
Wichtig für die operative Planung: Die Brammen-Lieferverträge werden vorzeitig beendet. Thyssenkrupp muss damit nicht mehr so lange liefern wie ursprünglich vorgesehen. Die Verpflichtungen enden nun bereits zum 31. Dezember 2028 – vier Jahre früher als geplant.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Transaktion: Verkauf des 50%-HKM-Anteils
- Käufer: Salzgitter (bisheriger Joint-Venture-Partner)
- Geplanter Abschluss: 1. Juni 2026
- Brammen-Lieferpflichten: Ende zum 31. Dezember 2028 (4 Jahre früher)
- HKM-Umbau: Belegschaft soll von ca. 3.000 auf etwa 1.000 sinken, Umstellung auf Elektrolichtbogenofen geplant
Tiefer Einschnitt am Standort – und Teil einer größeren Linie
Für den HKM-Standort im Duisburger Süden sind laut Vereinbarung tiefgreifende Änderungen vorgesehen. Salzgitter plant eine deutliche Reduzierung der Belegschaft sowie eine technologische Neuausrichtung: Weg von klassischen Hochöfen, hin zu einem Elektrolichtbogenofen.
Der Schritt passt in die bereits angelaufene Restrukturierung von Thyssenkrupp Steel. Im Dezember 2025 hatte sich das Unternehmen mit der IG Metall auf einen Sanierungstarifvertrag geeinigt. Kernpunkt: Die jährliche Produktionskapazität soll von rund 11,5 Mio. Tonnen auf einen Korridor von 8,7 bis 9,0 Mio. Tonnen sinken. Laut Quelle sind davon rund 11.000 Arbeitsplätze durch Stellenabbau oder Ausgliederungen betroffen – betriebsbedingte Kündigungen sollen dabei vermieden werden.
Aktie: Starker Lauf, kurzfristig etwas ruhiger
An der Börse zeigt die Thyssenkrupp-Aktie nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Monate zuletzt ein etwas gemäßigteres Bild. Der Kurs liegt heute bei 11,76 Euro (nach 11,89 Euro gestern). Auf 12-Monats-Sicht steht dennoch ein Plus von 155,76% zu Buche. Gleichzeitig notiert der Titel rund 11,21% unter dem 52-Wochen-Hoch von 13,24 Euro – ein Hinweis, dass nach der Rally zuletzt Luft nach oben nicht mehr „gratis“ war.
Eine Kennzahl, die dazu passt: Der RSI (14 Tage) liegt bei 68,2 und signalisiert damit eine bereits recht weit gelaufene Bewegung.
Am 12. Februar 2026 veröffentlicht Thyssenkrupp Quartalszahlen – dann dürfte sich konkreter zeigen, wie stark der Umbaupfad operativ bereits durchschlägt und wie sich die parallel bestätigten Gespräche über eine weitergehende Stahl-Partnerschaft (u.a. Verhandlungen mit Jindal Steel) in die Gesamtstrategie einfügen.
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