Thyssenkrupp Aktie: MDAX-Aufstieg der Tochter
Der Industriekonzern hat diese Woche ein gewaltiges Reformpaket verkündet. 11.000 Stellen weniger, Kapazitäten drastisch gekürzt – der historische Kompromiss mit der IG Metall zeigt, wie brutal die Lage im Stahlgeschäft ist. Doch während sich die Mutter neu aufstellt, kommt von der Tochter eine positive Meldung: Die erst im Oktober an die Börse gebrachte TKMS steigt bereits in den MDAX auf.
Die wichtigsten Entwicklungen:
- TKMS rückt am 22. Dezember in den MDAX auf
- Stahlsparte: 11.000 Stellen bis 2030 weg
- Produktion sinkt auf 8,7-9,0 Millionen Tonnen
- JPMorgan senkt Kursziel auf 7,60 Euro
Stahlsparte vor radikalem Umbau
Der am Montag verkündete Sanierungstarifvertrag markiert einen Wendepunkt. Von ehemals 27.000 Beschäftigten bleiben mittelfristig deutlich weniger übrig. Die Restrukturierung kostet laut Stahl-Chefin Marie Jaroni einen "mittleren dreistelligen Millionenbetrag".
Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen – die Anpassung erfolgt über Sozialpläne und Altersteilzeit. Ein notwendiger sozialer Frieden, der dem Management jedoch Liquidität kostet. Die Produktionskapazität wird auf ein realistisches Niveau gesenkt, nachdem billige Importe und hohe Energiekosten die Sparte unter Druck gesetzt haben.
U-Boot-Bauer überzeugt
Die abgespaltene Thyssenkrupp Marine Systems liefert hingegen ein starkes Signal. Nur zwei Monate nach dem Börsengang folgt bereits der Aufstieg in die erste Börsenliga. Die Deutsche Börse bestätigt damit die erfolgreiche Abspaltungsstrategie von CEO Miguel López.
Der schnelle Index-Aufstieg dürfte kurzfristig für Liquiditätszuflüsse durch indexorientierte Fonds sorgen. Das könnte durch die noch bestehenden Verflechtungen auch auf die Muttergesellschaft ausstrahlen.
Analysten bleiben skeptisch
JPMorgan dämpfte zur Wochenmitte die Erwartungen. Analyst Dominic O'Kane senkte das Kursziel minimal auf 7,60 Euro und hält an "Neutral" fest. Seine Begründung: Im aktuellen Marktumfeld favorisiert er Wettbewerber wie ArcelorMittal oder SSAB.
Die Zurückhaltung ist nachvollziehbar. Der Markt will erst Beweise sehen, dass die verbleibenden Sparten profitabel arbeiten können, bevor eine höhere Bewertung gerechtfertigt ist.
Geschäftsbericht als Lackmustest
Am 9. Dezember folgt der Geschäftsbericht für das Fiskaljahr 2024/25. Investoren erwarten konkrete Zahlen zur Verbuchung der Restrukturierungsrückstellungen. Entscheidend wird der Ausblick auf 2026: Ist die Talsohle beim Cashflow durchschritten?
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